Dennoch landete am vergangenen Freitag (2. Oktober) landete ein Airbus A320 im Design von Syrian Air in Hamburg. Der Jet mit der Kennung LY-MAU und der Seriennummer 6347 ist knapp zwölf Jahre alt. Ausgeliefert wurde er einst an Qatar Airways, im Juni 2025 übernahm ihn die litauische Charterspezialistin Heston Airlines. Die Litauer haben das Flugzeug im Juli an Syrian Air verleast und entsprechend mit deren Schriftzug und dem Logo gestaltet.
Hestons Condor-Flieger blieb auf Mallorca liegen
Nach Hamburg kam der A320 aushilfsweise, wie zuerst die Zeitung Hamburger Abendblatt berichtete. Denn Heston Airlines ist ebenfalls Wet-Lease-Partnerin von Condor und übernimmt unter anderem regelmäßig Flug DE1518 von Hamburg nach Gran Canaria.
Am Freitag sollte der knapp 18 Jahre alte A320 mit dem Kennzeichen LY-NRU auf der Strecke zum Einsatz kommen. Er hat einen weißen Rumpf und trägt auf der Heckflosse gelbe Condor-Streifen. Doch dieses Flugzeug wurde zuvor in Palma de Mallorca von einem Flughafenfahrzeug beschädigt, wie eine Condor-Sprecherin dem Abendblatt sagte.
Syrian-Air-Flugzeug hilft bei Condor in Hamburg aus
Seitdem steht die LY-NRU auf Mallorca. Und nach Hamburg schickte Heston Airlines als Ersatz die LY-MAU. Wie die Condor-Gäste darauf reagierten, dass sie plötzlich - zumindest optisch - mit Syrian Air in den Urlaub flogen, ist nicht bekannt. Überrascht gewesen dürften sie auf jeden Fall. Mit rund zwei Stunden Verspätung hob Flug DE1518 dann ab.
Condor betonte gegenüber dem Abendblatt, der Jet erfülle sämtliche regulatorischen Vorgaben. Es gelten «dieselben hohen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen wie für alle Flüge von Condor», so die Condor-Sprecherin. Heston setze vereinzelt Flugzeuge ein, die «weiterhin das Branding anderer internationaler Fluggesellschaften tragen».
Rückflug musste in Hannover statt Hamburg landen
Derweil hatte die Verspätung auf dem Hinflug auch Folgen für den Rückflug DE1519. Der hob so spät auf der Kanareninsel ab, dass er wegen der Nachtflugbeschränkungen in Hamburg zum Flughafen Hannover umgeleitet wurde. Von dort flog die LY-MAU dann am 3. Oktober schließlich zurück nach Wien und ist seitdem wieder für Syrian Air unterwegs.
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