Sukhoi Superjet von Armavia: Nicht mehr im Einsatz.

Armavia gibt Superjet zurück

Die armenische Airline war Erstkunde des neuen Flugzeugs von Sukhoi. Nun will sie den Flieger schon wieder loswerden.

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Die beiden Sukhoi Superjet 100 in den Farben von Armavia fliegen nicht mehr. Sie sind am Flughafen Ramenskoje/Schukowski südlich von Moskau geparkt. Die armenische Nationalairline hatte im Juli schon die Annahme der zweiten Maschine verweigert. Nun will sie nach einer planmäßigen Generalüberholung auch das erste Flugzeug nicht mehr vom russischen Hersteller zurück. Man finde es unangebracht, den Jet zurückzunehmen, sagte eine Armavia-Sprecherin gegenüber dem Nachrichtenportal Panarmenian. Eine anonyme Quelle erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal RBK, die Leistung sei ungenügend. «Der Flieger ist nicht schlecht, aber nicht perfekt. Ein Airbus oder eine Boeing fliegen 330-350 Stunden pro Monat, während der Sukhoi bloß auf 150 kam.» Armavia sei eine kleine Airline und könne sich keine Experimente leisten, so die interne Quelle weiter. Sukhoi habe den Verkaufspreis denn auch bereits zurückerstattet - bis auf die vereinbarte Wartungsgebühr von einer Million Dollar.

Armavia-Chef Michail Bagdasarow sagte bereits früher, man sei nicht bereit, weiter mit dem Sukhoi Superjet zu fliegen, weil er die vereinbarten Standards nicht erreiche. Die russische Seite sieht es freilich ganz anders. «Bis jetzt bekamen wir kein formelles Gesuch, den Flieger zurückzunehmen. Wir versuchen die Probleme gemeinsam mit Armavia zu lösen», zitierte RBK einen Sukhoi-Sprecher. Das Flugzeug aber, das könne die Fluggesellschaft nicht zurückgeben. Der Grund für das Grounding der neuen Flieger sei vielmehr, dass die Airline finanzielle Probleme habe. Sie schulde Sukhoi Geld. Armavia war der Erstkunde des Sukhoi Superjet 100 und übernahm am 20. April 2011 den ersten Flieger.

Auch Aerflot beklagte sich schon

In Bestform ist Armavia tatsächlich nicht. Im Frühjahr drohte die Fluggesellschaft mit dem Konkurs, falls der Flughafen Jerewan die Gebühren nicht senke. Andererseits beklagte sich auch schon Zweitbestellerin Aeroflot über den neuen Jet. Seine Leistung sei schwächer als versprochen. Technische Probleme führten immer wieder zu Ausfällen und so sei die Betriebszeit bedeutend geringer als erwartet, sagte Vize-Chefingeniuer Konstantin Mochna im März. In den letzten Wochen gab es auch immer wieder Probleme mit dem Flieger.

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