Die Frage ist nicht, ob Airbus den A220-500 bringt, sondern wann - das ist das Credo des europäischen Flugzeugbauers zur Verlängerung der ehemaligen Bombardier C-Series. Seit Anfang dieses Jahres sah es danach aus, als könnte diese Frage bald beantwortet werden. Denn die Nachrichtenagentur Reuters berichtete Ende Januar, Airbus wolle vorläufige Verkaufsgespräche über den A220-500 aufnehmen. Ein Programmstart könnte auf der Farnborough Airshow im Juli erfolgen, wenn es zwei oder drei namhafte Kunden gebe.
Interesse an einfacher Verlängerung des Airbus A220 verhalten
Nun berichtet Reuters aber unter Berufung auf sechs Informanten, dass die vorläufigen Verkaufsgespräche bisher keinen durchschlagenden Erfolg gebracht haben sollen. Vor allem große Leasingfirmen sollen verhalten reagieren. Ein ungenannter Airbus-Manager sagt, ein Programmstart in Farnborough im Juli mittlerweile «unwahrscheinlich». Ein Sprecher des Konzerns erklärte, man prüfe alle Optionen, es gebe noch keine Entscheidung.
Laut den Quellen der Nachrichtenagentur wirbt Airbus für eine vergleichsweise einfache Verlängerung des A220 - ohne Erhöhung des maximalen Startgewichts oder Modifikationen der Pratt-&-Whitney-Triebwerke. So würden bei 180 Sitzen die Betriebskosten pro Platz sinken für die Fluglinien, dafür müssten die Airlines aber auch weniger Reichweite in Kauf nehmen.
Fragezeichen bei Reichweite und Triebwerken des A220
Die sinkende Reichweite und die weiterhin bestehenden Probleme mit den Triebwerken von Pratt & Whitney sorgen bei etlichen Kunden für Skepsis. Zudem fehlt es offenbar noch an detaillierten Angaben. «Eine der Fragen, die wir prüfen müssen, ist die Reichweite des Flugzeugs», sagte Air Canadas Betriebschef Mark Nasr gegenüber Reuters.
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