Airbus A380 von Emirates: 15 der Superjumbos der Fluglinie müssen zur Detail-Inspektion.

Riss-Überprüfung bei 16 SuperjumbosAirbus A380 von Emirates und Qantas müssen schnell zur Flügelinspektion

Es geht um Risse in den Flügelholmen der Tragflächen: 15 Airbus A380 von Emirates und einer von Qantas müssen zur Inspektion. Bei fünf der Superjumbos ist es besonders eilig.

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Am 11. Dezember 2025 gab die europäische Luftfahrtagentur eine Lufttüchtigkeitsanweisung zum Airbus A380 heraus. Das Dokument, das im Englischen Airworthiness Directive oder kurz AD heißt, trug die Nummer 2025-0280 und hielt fest: «Es wurde über Risse in den mittleren Flügelholmen mehrerer A380-Flugzeuge berichtet. Dieser Zustand könnte – sofern er nicht erkannt und behoben wird – die strukturelle Integrität des Flügels beeinträchtigen.»

Deswegen schrieb die Easa wiederkehrende Inspektionen der betroffenen Teile bei allen A380 vor. Airbus hatte bereits entsprechende Inspektionsanweisungen in Form einer sogenannten Alert Operators Transmission, kurz AOT, an A380-Betreiber verschickt.

16 Airbus A380 müssen nochmal zur detaillierten Inspektion

«Nach Auswertung der Ergebnisse dieser Inspektionen wurde festgestellt, dass die an bestimmten Flugzeugen festgestellten Risse die strukturelle Integrität der Tragfläche beeinträchtigen könnten», schreibt die Easa nun in einer neuen Lufttüchtigkeitsanweisung (2026-0119-E) am 22. Juni 2026. Konkret geht es dabei um 16 Airbus A380, die per Seriennummer benannt sind. 15 davon werden von Emirates betrieben, einer von Qantas.

«Um diesem potenziell unsicheren Zustand zu begegnen, hat Airbus festgelegt, dass eine zusätzliche spezielle detaillierte Inspektion durchgeführt werden muss», schreibt die Easa weiter. Daher schreibe man vor, «Airbus bezüglich der Inspektionsanweisungen zu kontaktieren, die Inspektionen durchzuführen und die Inspektionsergebnisse zu melden».

Bei fünf Airbus A380 von Emirates ist es besonders eilig

Die Lufttüchtigkeitsanweisung tritt am Mittwoch, 24. Juni, in Kraft. Die 16 betroffenen Superjumbos sind in zwei Gruppen eingeteilt. Fünf , alle von Emirates, müssen nach Inkrafttreten noch vor dem nächsten Flug überprüft werden. Jedoch ist zuvor eine Überführung mit maximal drei Flugzyklen zulässig, um das Flugzeug zu einem Ort zu bringen, an dem die Inspektion durchgeführt werden kann. Dabei dürfen keine Fluggäste an Bord sein und es darf nicht nach Etops-Regeln (größere Entfernung von Ausweichflughäfen) geflogen werden. Ein Flugzyklus besteht üblicherweise aus Start, Flug und Landung.

Laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP sollen diese fünf Flugzeuge noch am Mittwoch inspiziert werden. Bei den anderen elf A380, zehn von Emirates, einer von Qantas, muss die Überprüfung laut der Easa-Anweisung innerhalb von 25 Flugzyklen geschehen.

Es geht um die mittleren Flügelholme beider Tragflächen

In der aktuellen Anweisung nennt die mittleren Flügelholmen (Wing Mid Spars) als betroffene Teile. Die Lufttüchtigkeitsanweisung aus dem Dezember 2025 war detaillierter. Sie nannte den mittleren, hinteren Flügelholm (Wing Mid Rear Spar), den inneren, mittleren, vorderen Flügelholm (Wing Inner Mid Front Spar) sowie den äußeren, mittleren, vorderen Flügelholm (Wing Outer Mid Front Spar) beider Tragflächen, jeweils an bestimmten Positionen.

Tatsächlich geht das Problem aber noch weiter zurück als ins Jahr 2025. So schreibt auch die Easa aktuell, sie habe dazu bereits mehrere Anweisungen erlassen - diejenige aus dem Dezember letzten Jahres sei lediglich die aktuellste. Probleme mit Haarrissen in A380-Flügeln gab es bereits 2019 und sogar im Jahr 2012 traten schon Fälle auf.

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