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Düsseldorf bezahlt Eurowings für Langstreckenpassagiere

Köln verliert die Eurowings-Langstrecke zugunsten von Düsseldorf. Nun ist klar, wie der Rivale die Billigairline von sich überzeugt hat.

Eurowings

Eurowings-A330: Bald mehr in Düsseldorf.

Für Köln war es ein harter Schlag, in Düsseldorf jubelte man. Anfang Februar gab Eurowings bekannt, die Langstrecke aus Köln abzuziehen und stattdessen ausgerechnet auf die Stadt zu setzen, mit der Köln seit jeher auf Kriegsfuß steht. Für diesen Triumph haben die Düsseldorfer hart gekämpft, zeigt nun ein Bericht der Zeitung Rheinische Post.

Zum einen hat der Flughafen Eurowings versprochen, dass die Fluggesellschaft den Flugsteig B, der in der Mitte des Airports gelegen ist, so gut wie alleine nutzen darf. So können Umsteigepassagiere schnellstmöglich ins Langstreckenterminal C gelangen. Außerdem musste der Flughafen versprechen, dass er die Gepäckabfertigung in den Griff bekommt. Zuletzt gab es in DUS, so der Iata-Code, Probleme.

Zehn Euro pro Passagier

Und dann gab es noch ein drittes Argument, das Eurowings zum Wechsel bewogen haben dürfte. Für jeden zusätzlichen Passagier auf Interkontinentalstrecken gibt es laut der Rheinischen Post eine Prämie von zehn Euro. Allein durch die erwarteten mindestens eine Million Passagiere im Jahr dürfte das also zehn Millionen Euro in die Eurowings-Kasse geben. Hinzu kommen noch einmal zusätzlich bis sechs Euro für jeden neuen Umsteiger.

Der Flughafen bestätigte die Zahlen inzwischen. Neuen Airlines durch Prämien Anreize zu geben, sei ein ganz normales Vorgehen. Dass man Eurowings den Flugsteig B so gut wie alleine zur Verfügung stelle, stimme aber nicht. Die Flüge würden über alle drei Flugsteige verteilt und der Flugsteig B werde von allen Gästen genutzt.

Anm. d. Red am 16. 02. und 08:12 Uhr: Wir haben den Artikel um das Dementi des Düsseldorfer Flughafens zu der Nutzung des Flugsteigs B ergänzt. 



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