Roboter von GMO und Flugzeug von JAL: Eine gute Kombination?

Test von Japan AirlinesHumanoide Roboter sollen in Japan künftig Flugzeuge beladen und reinigen

Japan Airlines hat sich mit einer KI- und Robotikfirma zusammengetan. Gemeinsam wollen sie den Einsatz humanoider Roboter an Flughäfen testen.

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Schon seit Jahren nutzen Luftfahrtunternehmen Exoskelette. Die am Körper getragenen Roboter-Strukturen unterstützen oder verstärken Bewegungen und vereinfachen so das Heben schwerer Lasten. Delta Air Lines und der Flughafen Stuttgart testeten sie etwa bei der Gepäckabfertigung, Korean Air nutzt sie auch in der Wartung. Außerdem setzen Airports in Terminals fahrende Roboter ein, um zu putzen, den Weg zu weisen oder Snacks anzubieten.

Der Flughafen München testete im Rahmen eines Forschungsprojektes 2024 auch einen Roboterhund sowie Transportroboter für den Einsatz in der Fracht- und Gepäckabfertigung. In Japan machen Japan Airlines JAL und die Firma GMO AI & Robotics nun den nächsten Schritt: Sie starten im Mai ein Pilotprojekt zum Einsatz humanoider Roboter an Flughäfen.

Andere Roboter nur schwer in Flughafenabläufe integrierbar

Humanoide Roboter sind Roboter, die der menschlichen Gestalt nachempfunden sind. Erst kürzlich ging ein Video um die Welt, das solch einen Roboter zeigte, der in der polnischen Hauptstadt Warschau hinter Wildschweinen hinterher rannte und sie so vertrieb.

«Dank ihrer menschenähnlichen Form lassen sie sich ohne wesentliche Änderungen an bestehenden Flughafenanlagen oder Flugzeugstrukturen integrieren», schreiben JAL und GMO zu ihrem Projekt. Denn bei der Bodenabfertigung hätten sich fest installierte Automatisierungsanlagen und Roboter mit nur einer Funktion bisher nur schwer an bestehende Infrastruktur und komplexe Arbeitsabläufe anpassen lassen. Humanoide Roboter hätten dagegen viel Bewegungsfreiheit und seien anpassungsfähig.

Reinigen humanoide Roboter künftig auch die Kabine?

«Zukünftig sollen diese Roboter für ein breites Aufgabenspektrum eingesetzt werden, vom Verladen von Gepäck über die Kabinenreinigung bis hin zum Bedienen von Bodenabfertigungsgeräten», schreiben die beiden japanischen Unternehmen. Ziel des Projektes sei es, das Potenzial humanoider Roboter zur Arbeitsersparnis und Reduzierung der Arbeitsbelastung in der Bodenabfertigung zu untersuchen. Hintergrund sei ein Mangel an Bodenabfertigungspersonal. «Gründe hierfür sind unter anderem der zunehmende Incoming-Tourismus bei gleichzeitig sinkender Erwerbsbevölkerung», so JAL und GMO.

Der geplante Ablauf des Projektes: Zunächst werden die Abläufe an Flughafenstandorten visualisiert und analysiert, um Bereiche zu identifizieren, in denen humanoide Roboter sicher eingesetzt werden können. «Anschließend werden wiederholte Betriebsüberprüfungen durchgeführt, die reale Flughafenumgebungen simulieren», erklären die Firmen. Die Einführungsphase bis 2028 geplant. Als Flughafen haben die Firmen Tokio-Haneda im Visier.

Bewegungsprogramme werden an Flughäfen angepasst

Bei JAL ist die Tochter JAL Grand Service, kurz JGS, zuständig, die im Konzern die Abfertigung am Boden übernimmt. GMO wird die humanoiden Roboter bereitstellen sowie deren Bewegungsprogramme entwickeln und für den Einsatz am Flughafen optimieren.

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