Rauchen an Bord oder eigenen Schnaps mitbringen: Ist verboten.

Unruly PassengersFluggäste trinken, rauchen und pöbeln öfter an Bord

Ausrastende Fluggäste sind gefährlich und können Airlines teuer zu stehen kommen. Die Zahlen der pöbelnden Passagierinnen und Passagiere nimmt deutlich zu.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es ging zurück nach Amsterdam: Eine KLM-Maschine war kürzlich zur Umkehr gezwungen, weil ein Passagier derart ausgerastet war, dass man ihn überwältigen und am Sitz fixieren musste. Im April wurde ein 29-Jähriger in Großbritannien zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er auf einem Emirates-Flug sexuell übergriffig geworden war und mit Gewalt gedroht hatte. In der Luftfahrt heißen solche Pöbel-Passagiere Unruly Passengers.

Die Zahl solcher Vorfälle nimmt zu, auch wenn sie nicht immer so drastisch ausfallen. Gemäß aktuellen Zahlen des Airline-Dachverbandes Iata kam es 2022 auf einem von 568 Flügen zu einem Vorfall. 2021 war es lediglich ein Vorfall auf 835 Flügen. Noch deutlicher ist der Vergleich zu 2017: Damals fiel lediglich auf einem von 1035 Flügen etwas vor.

Anstieg in allen Unruly-Kategorien

Körperliche Übergriffe an Bord kommen sehr selten vor, doch sie nehmen zu. Im Jahr 2022 war ein alarmierender Anstieg um 61 Prozent im Vergleich zu 2021 zu verzeichnen. Das bedeutet, dass es ein Mal alle 17.200 Flüge zu einem solch schweren Vorfall kam.

Auch die Zahl der Fälle von Trunkenheit und von verbalen Übergriffen ist gestiegen. Am häufigsten und ebenfalls immer öfter verstoßen Pöbel-Passagiere gegen einfache Regeln an Bord, wie etwa das Rauchverbot. In diese Kategorie fällt es auch, wenn ein Reisender trotz Crew-Anweisung den Sicherheitsgurt nicht anlegt oder selbst mitgebrachten Alkohol konsumiert. Laut Iata nahm die Zahl der sogenannten Non-Compliance-Vorfälle mit Ende der Maskenpflicht in Flugzeugen zwar zunächst ab, stieg dann aber wieder an.

Getrunken wird oft schon vor dem Flug

Als Gegenmaßnahme setzt der Airline-Dachverband auf zwei Strategien. Ein Pfeiler ist Prävention und Deeskalation. Dazu werden auch Flughäfen, Bars, Restaurants sowie Duty-Free-Shops ins Boot geholt, da die meisten Probleme mit betrunkenen Fluggästen schon außerhalb des Fliegers ihren Anfang nehmen. In Kampagnen wird dort über die Folgen von unangemessenem Verhalten aufgeklärt und die Folgen aufgezeigt.

Der zweite Punkt umfasst eine konsequente Bestrafung. Schon 2014 hat die Internationale Zivilluftfahrtorganisation Icao ein Protokoll verabschiedet, das die Zuständigkeit für Fälle von Unruly Passengers ändert: War für die Verfolgung der Pöbler bisher der Staat zuständig, in dem das Flugzeug registriert ist, ist es laut dem Protokoll das Land, in dem das Flugzeug landet. Allerdings haben nicht alle Staaten das Protokoll ratifiziert. Bislang sind es etwa 45 Länder, die 33 Prozent des internationalen Passagierverkehrs abdecken.

Mehr zum Thema

Cockpit: Die NTSB fordert längere Aufnahmezeiten des Stimmenrekorders.

Eine Barriere gegen Terroristen - und Pöbel-Passagiere

Rekordstrafen für Pöbel-Passagierinnen in den USA - 77.000 und 82.000 Dollar

Rekordstrafen für Pöbel-Passagierinnen in den USA - 77.000 und 82.000 Dollar

FAA-Meme: Pilotin warnt Passagiere.

Mit Memes gegen Pöbel-Passagiere

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

Video

Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert
Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil