Cockpit: Die NTSB fordert längere Aufnahmezeiten des Stimmenrekorders.

Neue Regeln in den USAEine Barriere gegen Terroristen - und Pöbel-Passagiere

Schon jetzt ist das Cockpit durch eine Sicherheitstür geschützt. Geht es nach der FAA, sollte noch eine weitere Barriere hinzukommen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Während des Fluges einfach mal schnell ins Cockpit schauen? Das ist für Fluggäste heute kaum noch vorstellbar. Eine verschlossene Tür verhindert das. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA ist das eine von vielen Sicherheitsvorschriften, an die sich Reisende mittlerweile gewöhnt haben. Der US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA ist das aber noch nicht genug.

Die Behörde hat vorgeschlagen, Fluggesellschaften gesetzlich zu verpflichten, auf allen kommerziellen Flügen eine zweite Cockpit-Barriere zu installieren. So sollen Pilotinnen und Piloten vor eindringenden Terroristen schützen. Aber auch vor Reisenden.

Immer mehr Ausraster

Denn: Die Anzahl der Vorfälle, in denen Passagierinnen und Passagiere an Bord aggressiv und gewalttätig werden, nimmt seit Jahren stetig zu. Verspätungen, Frust wegen Covid-Vorschriften und Stress an den Flughäfen dürften auch in den kommenden Monaten für eine hohe Zahl an pöbelnden Reisenden sorgen.

«Das Flugpersonal sorgt für unsere Sicherheit, wenn wir reisen, um unsere Lieben zu besuchen, neue Orte zu erkunden und Geschäfte zu tätigen», so Verkehrsminister Pete Buttigieg in einer Mitteilung. «Auch sie verdienen es, geschützt zu werden, und diese Regelung ist ein wichtiger Schritt nach vorn.»

Leichte Barriere

Die zweite Tür würde es der Crew ermöglichen, die Tür zum Cockpit zu schließen, bevor man die Tür zur Flugzeugkabine öffnet, um zu verhindern, dass ein Entführer oder andere Eindringlinge das Cockpit stürmen, ein Pilot oder eine Pilotin die Toilette aufsucht. Aktuell wird das bei einigen Airlines so gehandhabt, dass die Kabinenbesatzung zum Beispiel den Getränkewagen vor den Durchgang zum Cockpit stellt.

Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, müssten Fluggesellschaften in Barrieren investieren. Die könnten laut der US-Pilotengewerkschaft Alpa auch aus leichten Materialien sein, da es in erster Linie darum geht, eine zweite Barriere zu schaffen, die Eindringlinge Zeit kostet.

So könnte die zusätzliche Barriere aussehen. Bild: Alpa

Auch nach dem 11. September haben Fluglinien auf aller Welt aufgerüstet. Zuvor wurde die Cockpittür zwar verriegelt, konnte aber normalerweise von der Kabinenbesatzung mit einem Schlüssel geöffnet werden. Das wurde dann abgeschafft.

Nur auf künftige Jets bezogen

Heute bleibt die Tür verschlossen, es sei denn, sie wird von den Pilotinnen oder Piloten geöffnet. Flugbegleiter können die Öffnung nur anfordern, was bei den meisten neueren Flugzeugen über eine Tastatur erfolgt.

Die Alpa begrüßt den Vorstoß der FAA. Am Mittwoch erklärte die Organisation in einer Pressemitteilung, dass sie «erfreut» sei. Jedoch gehe der Vorschlag nicht weit genug. Der nächste Schritt müsse die bestehenden Flotten betreffen. Die von der Behörde vorgeschlagene Gesetzgebung beziehe sich nur auf zukünftige Flugzeuge.

Mehr zum Thema

Thomas Jarzombek: «Die Regionalflughäfen waren ja schon einmal in einer besseren wirtschaftlichen Lage. Dann wurden die Flugzeuge größer.»

«Das Thema Einmanncockpit muss noch einmal auf den Tisch»

Seit 9/11 ist die Cockpit-Tür dreifach gesichert.

Das Rätsel mit der Cockpittür

Das Cockpit des Superjet - ausgestattet mit modernster Technologie und viel Ähnlichkeit zur Airbus-A320-Familie.

Lufthansa prüft Abschaffung der Zwei-Mann-Regel

ticker-usa

USA fördern neue Flugverbindungen mit 11,35 Millionen Dollar

Video

dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack