Drink im Flugzeug: Vor Abflug bleibt in den USA dafür weniger Zeit.

Neue Regel der FAAWarum Premium-Reisende ihren Aperitif in den USA künftig früher abgeben müssen

Ein Drink während des Boardings gehört bei vielen Airlines zum Premiumservice. Doch ab September müssen die Crews in den USA nun alle Becher schon vor dem Pushback einsammeln. Das macht den Service schwieriger.

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Ein Getränk vor dem Start gehört für viele Reisende in den Premiumklassen zum Service. Man sitzt schon auf seinem Platz, während der Rest der Passagiere noch einsteigt, und bekommt Wasser, Kaffee, Wein oder einen anderen Drink angeboten. Auch beim Rollen des Flugzeuges kann man sein Getränk noch austrinken, die Crew sammelt die zuvor ausgeteilten Trinkgefäße anschließend ein. Doch in den USA ändert sich das bald.

Denn die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA verschärft die Vorgaben dafür, wann die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter die Becher wieder einsammeln müssen: Ab dem 1. September müssen von der Fluggesellschaft ausgegebene Servicegegenstände bereits vor dem Pushback eingesammelt und verstaut sein. Dazu gehören ausdrücklich auch Einwegbecher aus Papier oder Kunststoff, wie sie amerikanische Airlines häufig für Drinks vor dem Abflug verwenden.

Airlines informieren ihre Crews über neue Regel

Bekannt wurde die Änderung zunächst durch eine interne Mitteilung von Delta Air Lines. Darin weist die Fluggesellschaft ihre Crews darauf hin, den Getränkeservice während des Boardings nach Möglichkeit früher zu beginnen. Die Vorgabe der FAA gilt allerdings branchenweit und nicht nur für Delta. Auch United Airlines soll ihre Crews bereits über die Änderung informiert haben, berichtet das Portal PYOK.

Ganz neu ist die Regel dabei nicht. Die entsprechende Vorschrift 14 CFR §121.577 stammt bereits aus dem Jahr 1992. Sie untersagt es Fluggesellschaften, ein Flugzeug am Boden zu bewegen, zu starten oder zu landen, solange sich von ihnen ausgegebene Speisen, Getränke oder Geschirr an Passagiersitzen befinden.

Sicherheit als Grund

Dahinter steht ein Sicherheitsgedanke: Nicht verstaute Gegenstände können bei einem Zwischenfall zum Hindernis werden und eine Evakuierung erschweren. Für Einwegbecher ließ die FAA in ihren bisherigen Leitlinien mehr Spielraum. Ende Mai 2026 änderte sie diese Auslegung aber und stellte klar, dass auch solche Gegenstände ab dem 1. September vor der Bewegung des Flugzeuges eingesammelt und ordnungsgemäß verstaut werden sollen.

Damit verbietet die FAA den Getränkeservice vor dem Abflug nicht. In der Praxis macht sie ihn aber schwieriger. Gerade bei Kurz- und Mittelstreckenjets läuft das Boarding durch denselben Gang, in dem die Crew Getränke verteilt und anschließend wieder einsammeln muss. Beginnt der Pushback kurz nach dem Schließen der Türen, bleibt wenig Zeit.

Eigene Getränke dürfen konsumiert werden

Delta warnt selbst davor, dass Reisende ihre Getränke deshalb möglicherweise kürzer behalten können. Denkbar ist auch, dass Crews den Service bei knappen Turnaround-Zeiten häufiger ganz auslassen. Eine kuriose Besonderheit bleibt: Die Regel bezieht sich auf von der Airline bereitgestellte Serviceartikel. Ein selbst mitgebrachtes Getränk fällt nicht darunter.

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