Turbulenzen: Unangenehm für Passagiere und Airline.

Software und SensorenMit neuer Technik gegen Turbulenzen

Immer wieder werden Passagiere und Crewmitglieder bei unerwarteten Turbulenzen verletzt. Eine neue Technik soll die Piloten nun rechtzeitig warnen.

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Vor wenigen Tagen wurden ein Passagier und zwei Flugbegleiter bei Turbulenzen auf einem Flug von San Juan nach Washington so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus mussten. Es ist kein Einzelfall. Immer wieder verletzten sich Besatzungsmitglieder und Reisende bei unruhigen Flügen an Bord. American Airlines und Alaska Airlines testen darum nun neue Sensoren und eine Software, die helfen sollen, solche Vorfälle zu reduzieren.

Die neue Technik leitet Angaben über Turbulenzen in Echtzeit weiter und kann so andere Flugzeuge warnen. Diese können das betroffene Gebiet umfliegen. «Piloten geben normalerweise Probleme mit Turbulenzen erst nach der Landung weiter», zitiert die Zeitung Los Angeles Times Des Keany, zuständig für Flugplanung und Wettervorhersage bei American Airlines. «Mit der neuen Technologie geht das nun sofort.»

Airlines wollen auch Kosten sparen

Laut einer Berechnung eines Nasa-Projekts sind Turbulenzen ein Hauptgrund für Verletzungen im Luftverkehr und kosten Airlines durch Schäden bis zu 100 Millionen Euro. Jeder einzelne Zwischenfall kostet zwischen 28.000 bis 167.000 Dollar. Jedes Jahr sind seit 2002 zwischen zwölf und 76 Personen verletzt worden.

Die Airlines wollen also nicht nur Verletzungen verhindern, sondern auch Kosten sparen. Bislang entscheiden Piloten selbstständig, ob nach Turbulenzen Reparaturen oder sogar eine Notlandung nötig sind. Allerdings überschätzen sie die Schäden häufig. Die neuen Sensoren messen die Intensität des Zwischenfalls und bieten somit mehr Informationen, ob eine Inspektion nötig ist.

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