Flugzeug von Air India: Wer kauft die Fluglinie?

PrivatisierungEtihad und Indigo an Air India interessiert

Indien versucht erneut, die finanziell angeschlagene Staatsairline zu verkaufen. Es gibt zwei prominente Interessenten - von denen einer schon einmal in Indien gescheitert ist.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Air India macht pro Tag umgerechnet 2,5 bis 3,3 Millionen Euro Verlust. Das sagte Indiens Luftfahrtminister Hardeep Singh Puri gegenüber Reportern. Nach vorherigen Warnungen, sogar der Betrieb der staatlichen Airline sei in Gefahr, erklärte der Minister nun, man werde dafür sorgen, dass Air India in der Luft bleibe, bis die Fluggesellschaft privatisiert sei. Der Verkauf sei angesichts der Verluste, die zulasten der Steuerzahler gingen, notwendig.

Der Staat hatte 2018 bereits versucht, 76 Prozent der Anteile an der Fluglinie zu verkaufen, aber keinen Käufer gefunden. Jetzt will Indien sich von 100 Prozent trennen. Und das weckt das Interesse von Etihad und Indigo. «Vertreter dieser Unternehmen haben sich mit Regierungsvertretern getroffen und inoffiziell Interesse an der Nationalairline gezeigt», sagte ein Quelle aus der Regierung gegenüber der Zeitung Economic Times.

Etihad bräuchte einen Partner

Kein Interesse habe dagegen die Tata Group, zu der einst die Air-India-Vorläuferin Tata Airlines gehörte, heißt es. Die Gruppe betreibt im Joint Venture mit Singapore Airlines bereits die indische Vistara, mit der Lufthansa künftig verstärkt zusammenarbeitet. Tata hält 51 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen, Singapore Airlines 49 Prozent.

Weiter heißt es, auch eine Reihe von Finanzinvestoren hätten ein Auge auf Air India geworfen. Das könnte wichtig sein für Etihad. Denn als ausländische Airline darf sie selber nicht mehr als 49 Prozent der Anteile an einer indischen Fluggesellschaft halten. Allerdings wäre es für die Fluglinie möglich, mit Hilfe eines staatlichen Fonds aus Abu Dhabi auch 100 Prozent an Air India zu übernehmen, schreibt das Blatt. Denn die 49-Prozent-Limitierung gelte nur für Fluglinien als Käufer, nicht aber für Investmentgesellschaften.

Schwierige Integration für Indigo

Das Interesse von Etihad ist überraschend, da die sie schon mit ihrer 24-Prozent-Beteiligung an der indischen Jet Airways gescheitert war. Im April musste die Fluglinie den Betreib einstellen. Etihad war nicht bereit, die Airline mit einer Finanzspritze zu retten.

Sollte Indigo bei Air India zuschlagen, würde ein echter Riese entstehen. Erst im Dezember durchbrach die Fluglinie als erste indische Airline die Flottengröße von 250 Flugzeugen. Vor allem im internationalen Geschäft könnte Indigo sich durch den Zukauf stärken. Allerdings wäre es wohl eine große Herausforderung, das Billigfliegermodell von Indigo mit dem der Staatsairline zusammenzubringen.

Mehr zum Thema

Dreamliner von Air India: Die Fluglinie hat auch Dreamliner geparkt.

Air India bangt um ihre Existenz

Dreamliner of Air India: Are there any potential buyers this time around?

Indien versucht mal wieder, Air India loszuwerden

Modell einer Boeing 777 von Jet Airways: Richtig heben die Flieger nicht mehr so bald ab.

Jet Airways stellt den Betrieb ein

ticker-indigo

Indigo weitet Codeshare-Partnerschaft mit Jetstar aus

Video

Die brennende General Dynamics F-16 in Zakynthos: Der Pilot blieb unverletzt.
Nach einem Defekt am Fahrwerk musste eine General Dynamics F-16 der griechischen Luftwaffe auf der Insel Zakynthos notlanden. Der Pilot blieb unverletzt, doch der Kampfjet fing Feuer. Der Flughafen musste geschlossen werden.
Redaktion
starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack