Dreamliner von Air India: Die Fluglinie hat auch Dreamliner geparkt.

FinanznöteAir India bangt um ihre Existenz

Indiens staatliche Fluglinie steckt erneut in finanziellen Schwierigkeiten. Nun bittet Air India die Regierung um Unterstützung und warnt: Ohne die Hilfe sei der Betrieb in Gefahr.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Nachdem frühere Privatisierungsversuche gescheitert waren, versucht die indische Regierung zurzeit erneut, Air India zu verkaufen. Dieses Mal will man 100 Prozent der Anteile an der Staatsairline abgeben, nicht wie zuletzt nur 76 Prozent. Damit die hohen Schulden der Airline potenzielle Investoren weniger abschrecken, lagerte die Regierung die Hälfte der Verbindlichkeiten in eine neue staatliche Abwicklungsgesellschaft aus. Doch aktuell zeigt sich wieder, wie schlecht es um die Fluggesellschaft finanziell bestellt ist.

Der Vorstandsvorsitzende von Air India, Ashwani Lohani, bat das Luftfahrtministerium vergangene Woche um Hilfe, wie die Zeitung Business Standard nun berichtet. «Die finanzielle Gesamtsituation der Fluggesellschaft ist unhaltbar und sie könnte ohne sofortige Intervention und Unterstützung der Regierung nicht in der Lage sein, den physischen Betrieb aufrecht zu erhalten», schrieb Lohani an das Ministerium.

Bitte um Kredit und Garantie

Die Airline bittet die Regierung um die Freigabe eines Kredites in Höhe von 20 Milliarden Rupien oder umgerechnet rund 253 Millionen Euro. Zudem soll der Staat erneut mit einer Garantie helfen. Denn Air India hatte laut der Zeitung von einem Banken-Konsortium ein Angebot zur Refinanzierung eines 819 Millionen US-Dollar schweren Überbrückungskredits für die Anschaffung von sechs Boeing 787 und einer Boeing 777 erhalten. Die dafür nötige Staatsgarantie läuft aber am 27. Dezember aus. Die Regierung soll nun erneut bürgen.

Grund für die Schwierigkeiten ist ein Liquiditätsengpass bei Air India. Die Fluglinie hat Probleme, neue Mittel aufzutreiben. Zudem schreibt sie monatlich einen Fehlbetrag in Höhe von rund 2,2 Milliarden Rupien oder 27,8 Millionen Euro. Dadurch ist Air India bei Zahlungen in Verzug geraten. Das Luftfahrtministerium erklärte nun, Air Indias Bitte um Hilfe sei an das Finanzministerium übermittelt worden, das nun entscheide. Lohani hatte kürzlich bereits erklärt, die Airline müsste erst einmal überleben, um verkauft zu werden.

Lufthansa setzt auf Vistara

Auch Lufthansa hatte kürzlich ihr Vertrauen nicht in Air India gelegt, sondern in Vistara. Obwohl die deutsche Fluglinie mit Air India schon ein Codeshare-Abkommen auf internationalen Routen unterhält, wählte sie die Staatsairline nicht für eine entsprechende Partnerschaft für Verbindungen in Indien aus. Sie entschied sich für die private Vistara.

Mehr zum Thema

Dreamliner of Air India: Are there any potential buyers this time around?

Indien versucht mal wieder, Air India loszuwerden

Air-India-Hauptsitz: Der Airline steht das Wasser bis zum Hals.

Pilotenexodus und Treibstoff-Lieferstopp bei Air India

Airbus A320 Neo von Vistara: Solch ein Jet geriet nun in Schwierigkeiten.

Lufthansa gibt Vistara den Vorzug

Air India One Flugverlauf nach Tashkent: Indiens Premierminister musste einen großen Umweg nehmen.

Indiens Premierminister muss 6200 Kilometer langen Umweg nach Usbekistan fliegen

Video

Embraer E195-E2 von Azul: Das Flugzeug hebt erst kurz vor dem Ende der Piste ab.
Eine Embraer E195-E2 von Azul hat in São-Paulo-Congonhas fast die gesamte Startbahn gebraucht. Es ist nicht der erste brenzlige Moment an dem Ort am Stadtflughafen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil