Dreamliner von Air India: Die Fluglinie hat auch Dreamliner geparkt.

FinanznöteAir India bangt um ihre Existenz

Indiens staatliche Fluglinie steckt erneut in finanziellen Schwierigkeiten. Nun bittet Air India die Regierung um Unterstützung und warnt: Ohne die Hilfe sei der Betrieb in Gefahr.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Nachdem frühere Privatisierungsversuche gescheitert waren, versucht die indische Regierung zurzeit erneut, Air India zu verkaufen. Dieses Mal will man 100 Prozent der Anteile an der Staatsairline abgeben, nicht wie zuletzt nur 76 Prozent. Damit die hohen Schulden der Airline potenzielle Investoren weniger abschrecken, lagerte die Regierung die Hälfte der Verbindlichkeiten in eine neue staatliche Abwicklungsgesellschaft aus. Doch aktuell zeigt sich wieder, wie schlecht es um die Fluggesellschaft finanziell bestellt ist.

Der Vorstandsvorsitzende von Air India, Ashwani Lohani, bat das Luftfahrtministerium vergangene Woche um Hilfe, wie die Zeitung Business Standard nun berichtet. «Die finanzielle Gesamtsituation der Fluggesellschaft ist unhaltbar und sie könnte ohne sofortige Intervention und Unterstützung der Regierung nicht in der Lage sein, den physischen Betrieb aufrecht zu erhalten», schrieb Lohani an das Ministerium.

Bitte um Kredit und Garantie

Die Airline bittet die Regierung um die Freigabe eines Kredites in Höhe von 20 Milliarden Rupien oder umgerechnet rund 253 Millionen Euro. Zudem soll der Staat erneut mit einer Garantie helfen. Denn Air India hatte laut der Zeitung von einem Banken-Konsortium ein Angebot zur Refinanzierung eines 819 Millionen US-Dollar schweren Überbrückungskredits für die Anschaffung von sechs Boeing 787 und einer Boeing 777 erhalten. Die dafür nötige Staatsgarantie läuft aber am 27. Dezember aus. Die Regierung soll nun erneut bürgen.

Grund für die Schwierigkeiten ist ein Liquiditätsengpass bei Air India. Die Fluglinie hat Probleme, neue Mittel aufzutreiben. Zudem schreibt sie monatlich einen Fehlbetrag in Höhe von rund 2,2 Milliarden Rupien oder 27,8 Millionen Euro. Dadurch ist Air India bei Zahlungen in Verzug geraten. Das Luftfahrtministerium erklärte nun, Air Indias Bitte um Hilfe sei an das Finanzministerium übermittelt worden, das nun entscheide. Lohani hatte kürzlich bereits erklärt, die Airline müsste erst einmal überleben, um verkauft zu werden.

Lufthansa setzt auf Vistara

Auch Lufthansa hatte kürzlich ihr Vertrauen nicht in Air India gelegt, sondern in Vistara. Obwohl die deutsche Fluglinie mit Air India schon ein Codeshare-Abkommen auf internationalen Routen unterhält, wählte sie die Staatsairline nicht für eine entsprechende Partnerschaft für Verbindungen in Indien aus. Sie entschied sich für die private Vistara.

Mehr zum Thema

Dreamliner of Air India: Are there any potential buyers this time around?

Indien versucht mal wieder, Air India loszuwerden

Air-India-Hauptsitz: Der Airline steht das Wasser bis zum Hals.

Pilotenexodus und Treibstoff-Lieferstopp bei Air India

Airbus A320 Neo von Vistara: Solch ein Jet geriet nun in Schwierigkeiten.

Lufthansa gibt Vistara den Vorzug

In Dehli wird ein Straßenhund vermisst: Das ist einer von zahlreichen Tweets.

Der Flughafen Delhi hat ein Problem mit bissigen Straßenhunden

Video

Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hob ab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies