Airbus A320 von Etihad: Die Fluglinie will die Flotte wieder vergrößern.

AusbauEtihad ändert Strategie und will Flotte verdoppeln

Nach ihrem Beteiligungsdebakel schrumpfte die Golfairline. Jetzt ändert sie ihre Strategie erneut und setzt wieder auf Umsteigende. Bis 2030 will Etihad Airways die Passagierzahlen verdreifachen.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Es war nichts anderes als eine Vollbremsung. Mit den Beteiligungen an immer mehr Fluggesellschaften hatte sich Etihad Airways übernommen. Prominentestes Beispiel war Air Berlin, die im August 2017 den Betrieb einstellen musste. Aber auch Alitalia, Darwin/Etihad Regional, Air Seychelles und Jet Airways erwiesen sich als Verlustlöcher und endeten in der Insolvenz.

Und so begrub Etihad 2018 ihre Wachstumsstrategie und schrumpfte. Fortan eiferte sie nicht mehr Emirates oder Qatar Airways nach, sondern wollte vor allem Menschen nach Abu Dhabi bringen oder von dort in deren Heimat, statt Umsteigepassagiere aus der ganzen Welt anlocken zu wollen. Statt 112 Destinationen wie vor sechs Jahren steuert sie aktuell nur noch 71 an. Die Flotte schrumpfte von über 120 auf nur noch 70 aktive Jets.

Zu groß zum Sterben, zu klein zum Leben?

Die Schrumpfung half zwar, nach den hohen Verlusten wieder profitabel zu werden. Aber langfristig kann Etihad mit der aktuellen Strategie angesichts der starken Konkurrenz in der Region kaum überleben. Deshalb will der neue Chef Antonoaldo Neves jetzt den Vorwärtsgang einlegen und wieder wachsen.

Und das deutlich. Man wolle die Passagierzahlen bis 2030 auf 30 Millionen verdreifachen. Dazu werde Etihad Airways die Flotte auf 150 Flugzeuge verdoppeln, so Neves zur Nachrichtenagentur Reuters. Die Fluggesellschaft will wieder Menschen aus China, Südostasien, Indien und den Golfstaaten via Abu Dhabi nach Europa und an die Ostküste der Vereinigten Staaten fliegen.

Zu groß zum Sterben, zu klein zum Leben?

Besonders Indien findet Neves spannend. Aktuell fliegt Etihad die Städte Delhi und Mumbai an. Doch weitere sechs Ziele habe man im Visier, so der Ex-Tap-Chef zu Reuters. Auf ein Wachstum ist der Flughafen Abu Dhabi mehr als vorbereitet. Dazu hat er vor Jahren das neue Midfield Terminal gebaut, das mit Zusatzbauten bis zu 80 Millionen Reisende jährlich abfertigen könnte und die aktuellen Terminals 1 und 3 ablösen würde.

Eigentlich hätte das Midfield Terminal 2017 eröffnet werden sollen, später war von 2019 die Rede. Doch zur Einweihung kam es bisher nie. Inzwischen wird der 2. Dezember 2023 als neuer Termin genannt. 2022 hatte der Abu Dhabi Airport 16 Millionen Passagiere gezählt - rund neun Millionen weniger als auf dem Höhepunkt 2017.

Mehr zum Thema

Ein Dreamliner von Etihad Airways: Die Airline darf in England zwei Anzeigen nicht mehr zeigen.

Behörde wirft Etihad Greenwashing vor

Airbus A380 von Etihad: Bald wieder unterwegs.

Etihad bringt im Sommer vier Airbus A380 zurück

Boeing 777-300 ER: Nicht mehr lange im Einsatz.

Etihad sortiert alle ihre Boeing 777-300 ER aus

ticker-news

Golfstaaten schaffen gemeinsame Luftfahrtbehörde

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies