Ein Dreamliner von Etihad Airways: Die Airline darf in England zwei Anzeigen nicht mehr zeigen.

KlimaschutzBehörde wirft Etihad Greenwashing vor

Etihad darf in England zwei Anzeigen aufgrund von Greenwashing-Vorwürfen nicht mehr nutzen. Auch in Australien steht die Fluggesellschaft am Pranger.

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Fluggesellschaften stehen immer wieder wegen irreführender Werbung in der Kritik. Austrian Airline musste nach Kritik vom österreichischen Werberat eine Werbeaktion zurückziehen, KLM hatte eine Klage wegen Greenwashings am Hals und Lufthansa wurde jüngst von der Selbstregulierungsbehörde der britischen Werbebranche der Advertising Standards Authority (kurz ASA) gerügt.

Die britische Behörde hat nun eine weitere Airline im Visier. Etihad Airways darf nach einem Urteil vom 11. April zwei ihrer jüngsten Anzeigen nicht mehr zeigen. Darin erklärte die Golf Airline, dass sie «einen lauteren, mutigeren Ansatz für nachhaltige Luftfahrt» verfolge. Die ASA sah die Behauptung nicht mit Fakten gedeckt und verbot die weitere Verwendung, berichtet Bloomberg.

Etihad betont Umweltengagement

Denn Verbraucher und Verbraucherinnen könnten fälschlicherweise annehmen, dass ein Flug mit Etihad absolut nachhaltig sei. Das sei nicht gegeben, da es noch keine Technologie gebe, die absolut nachhaltiges Fliegen ermöglichen würde, so die ASA. Die Behauptung in der Anzeige sei übertrieben.

Etihad Airways gab sich vom Urteil enttäuscht: «Nachhaltigkeit hat für Etihad höchste Priorität», teilte die Fluggesellschaft gegenüber Bloomberg mit. Die Airline hob ihre Investitionen in treibstoffeffiziente Flugzeuge, nachhaltige Flugkraftstoffforschung sowie den CO2-Ausgleich hervor.

Stress auch in Australien

Stress hat die Fluggesellschaft nicht nur in England. Auch in Australien droht der Airline Ungemach. Umweltaktivisten und Aktivistinnen haben die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission eingeschaltet, nachdem Etihad damit warb, dass bis 2050 das Ziel von Netto-Null-Emissionen erreicht ist. Die Fluggesellschaft habe bis zu ihrem Stichtag keinen glaubwürdigen Weg zu Netto-Null-Emissionen, argumentieren die Aktivisten.

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