Falkland-Inseln: Nur ein Flug geht auf die Insel.

Argentinien droht mit Luftfahrt-Waffe

Argentinien und Großbritannien streiten sich erneut um die Falkland-Inseln. Flüge sind das stärkste Drohmittel.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

«Sie rüsten den Südatlantik auf – ein weiteres Mal», beschwor Cristina Kirchner am Dienstagabend (7. Februar) die Fernsehzuschauer. Anders könne man die Entsendung eines modernern Zerstörers der königlichen Marine mit dem Kronprinzen William an Bord in die Gewässer vor den Falkland-Inseln nicht interpretieren, so die argentinische Präsidentin. Die Gäste im TV-Studio riefen während ihrer Rede immer wieder begeistert «Malvinas argentinas» dazwischen. Die Staatschefin will nun den Fall des britischen Eilands 460 Kilometer vor der argentinischen Küste vor die Uno bringen.

Es ist eine weitere Eskalation im Streit zwischen Buenos Aires und London, der mit der Entscheidung der Briten, vor der Küste der Falkland-Inseln nach Öl zu bohren, wieder ausbrach. Die Rhetorik gewann in den letzten Monaten zunehmend an Schärfe. Nur eine Stufe zündete Präsidentin Kirchner bislang noch nicht - auch nicht am Dienstag, obwohl das allgemein erwartet worden war. Doch die Drohung steht seit vier Monaten im Raum – die Streichung des einzigen Fluges vom Festland auf die Falkland-Inseln oder Malvinas, wie die Argentinier sagen.

Gute Nachbarn

Am 14. Juli 1999 regelten die beiden Staaten in einem Abkommen, dass Flüge von Punta Arenas in Chile zum Mount Pleasant Airport auf den Falkland-Inseln in Río Gallegos im südlichen Argentinien zwischenlanden dürfen. Einmal pro Woche bedient derzeit die chilenische LAN die Strecke mit einem Airbus A320. Der Flug dient vielen Bewohnern, um sich mit Produkten zu versorgen, die es auf dem Eiland nicht gibt. Zudem bringt er Touristen. Fällt die Luftverbindung aus, erreicht man die Inseln 460 Kilometer vor der argentinischen Küste nur nach einer Reise von mehreren Tagen mit dem Schiff.

Die Bewohner der Inseln nahmen die Rede der argentinischen Präsidentin denn auch mit Erleichterung auf. «Alles, was wir wollen, ist gute Nachbarn für Argentinien zu sein» erklärte Inselrätin Jan Cheeck der Zeitung Clarin. Kommentatoren in Buenos Aires weisen darauf hin, dass die Flüge das einzige Druckmitel auf Großbritannien ist, welches Argentinien überhaupt hat.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Aerolinas Argentinas: Argentinien soll 390 Million Dollar für Enteignung zahlen.

390 Millionen Dollar: Argentinien kämpft weiter gegen XL-Rechnung für Aerolíneas-Enteignung

Zwei Flugzeuge der Flugschule Flying Parrot: Ein Fluglehrer der Flugschule hat am 4. Juli mutmaßlich Selbstmord begangen.

Fluglehrer springt während Flug aus Cessna – Flugschülerin muss alleine landen

Joy Airline: Will auf kleine Jets setzen.

In Argentinien ist eine neue Airline in Planung - und der Chef ist kein Unbekannter

Blick aus einem Airbus A320 von Latam auf den südlichen Teil von Ostfalkland: Missgeschick bei British Airways.

British Airways zeigt auf Falklandinseln argentinischen Namen

Video

lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin