Boeing 787 von American Airlines: Die Fluggesellschaft wartet auf 13 Exemplare.

Fünf Langstrecken gestrichenDreamliner-Probleme bremsen Euphorie von American Airlines

Seit Monaten kann Boeing keine Dreamliner ausliefern. Deshalb fehlen American Airlines Langstreckenflugzeuge. Fünf Strecken muss die Fluglinie deshalb im kommenden Sommer streichen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office

Als Boeing kurz vor der Wiederzulassung der 737 Max stand und eigentlich langsam hätte aufatmen können, tauchte anderswo ein neues Problem auf. Im Oktober 2020 musste der Flugzeugbauer die Auslieferungen seines zweiten Kassenschlagers stoppen. Die Mängel in der Produktion des Dreamliners waren zu zahlreich geworden und auch die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA machte deswegen Druck.

Zwar wurden vergangenes Frühjahr die Übergaben von Boeing 787 an Kunden zwischenzeitlich wieder aufgenommen. Doch in der Phase konnte der Konzern nur 14 Exemplare ausliefern. Dann tauchten neue Probleme auf. Beim Zusammenbau des Rumpfes wurden Fehlertoleranzen überschritten, beim Seitenleitwerk gab es Mängel, Probleme nahe der Nase, zu wenig glatte innere Oberflächen von Verbundwerkstoffteilen, instabile Frachtraumabtrennungen, schlecht arbeitende Zulieferer - die Liste der Schwierigkeiten beim Dreamliner wurde immer länger.

Statt 89 nur 80 der Vorkrisen-Kapazität

Noch ist nicht klar, wann Boeing die Auslieferungen wieder aufnehmen kann. Der Flugzeugbauer erklärte, er werde sich so viel Zeit nehmen wie nötig, bis alle Mängel behoben seien. Die Verzögerungen bekommt auch American Airlines zu spüren. Eigentlich hätte die Fluggesellschaft inzwischen schon 13 Boeing 787 mehr besitzen sollen.

Das Fehlen der Dreamliner führt jetzt auch dazu, dass American Airlines ihre Wachstumspläne herunterschrauben muss. Eigentlich wollte die Fluglinie im Sommer 2022 wieder 89 Prozent der Kapazität von 2019 anbieten. Stattdessen werden es nur 80 Prozent sein.

Wachstumspläne herunterschrauben

«An diesem Wochenende werden wir unseren Langstreckenflugplan für den Sommer 2022 ins System laden, aber er wird nicht das Wachstum aufweisen, das wir ursprünglich erwartet hatten», schrieb Manager Vasu Raja in einem Memo an die Mitarbeitenden, über das die Zeitung Wall Street Journal zuerst berichtete. Ohne die 13 Boeing 787 «werden wir einfach nicht in der Lage sein, so viel international zu fliegen, wie wir es für den nächsten Sommer geplant hatten, oder wie wir es im Sommer getan haben», so der Manager, der bei American für die Einkommenssteuerung verantwortlich ist.

So wird American im kommenden Sommer nicht von Philadelphia aus nach Edinburgh und Shannon fliegen wie geplant. Auch die Flüge von der Stadt im Bundesstaat Pennsylvania nach Dubrovnik und Prag werden nicht stattfinden, ebenso wenig die von Dallas/Fort Worth nach Hongkong. Anderswo werden Frequenzen verringert. Immerhin etwas wird die Fluggesellschaft milder stimmen. Boeing habe mitgeteilt, so Raja, «dass sie American für ihre Unfähigkeit, das Flugzeug zu liefern, entschädigen werden».

Mehr zum Thema

Boeing 787 Dreamliner: Auf ein Produktionsproblem folgt das nächste.

1000 fliegende Dreamliner haben ein Problem

Dreamliner-Produktion: Da lief etwas schief.

Dreamliner hat jetzt auch Nasenschmerzen

alaska airlines

Alaska Airlines ist nun anders stolz auf Boeing

alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9

Kapitän von Unglücksflug von Alaska Airlines fühlt sich von Boeing verraten

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack