Dreamliner-Produktion: Da lief etwas schief.

Boeing 787Dreamliner hat jetzt auch Nasenschmerzen

Boeing kommt bei der Dreamliner-Produktion einfach nicht zur Ruhe. Jetzt gibt es ein Problem nahe der Nase der 787. Der Hersteller senkt vorübergehend die Produktionsrate.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Ist ein Fehler beseitigt, taucht der nächste auf. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA informiert über einen neuen Mangel bei einigen produzierten, aber nicht ausgelieferten Boeing 787. Es sei ein Problem «nahe der Nase bei bestimmten Dreamlinern».

Die Behörde erklärt, zwar stelle das Problem «keine unmittelbare Bedrohung für die Flugsicherheit dar». Dennoch werde Boeing die Flugzeuge vor der Wiederaufnahme der Auslieferungen reparieren. Noch nicht entschieden sei, «ob ähnliche Modifikationen an 787, die bereits im Einsatz sind, vorgenommen werden sollten».

Produktion wird heruntergefahren

Boeing erklärte, die Inspektionen und Nacharbeiten hätten Priorität. «Während diese Arbeiten durchgeführt werden, wird die 787-Produktionsrate vorübergehend unter fünf pro Monat liegen», so der Hersteller. Allmählich werde man dann zu dieser Rate zurückkehren.

«Boeing erwartet, dass in diesem Jahr weniger als die Hälfte der 787 ausgeliefert wird, die sich derzeit im Bestand befinden», heißt es weiter. Laut Angaben der Nachrichtenagentur Reuters soll Boeing mittlerweile rund 100 unausgelieferte Exemplare haben.

Kunden fordern verlässliche Produktion

Im Juni übergab Boeing zwar eine 787 an Turkish Airlines. Dabei handelte es sich aber um einen Ausnahme, da der Flieger auf Kundenwunsch schon seit vergangenem Oktober geparkt war, also schon vor dem ersten Lieferstopp.

John Plueger, Chef des Leasingunternehmens Air Lease Corporation, hatte im Interview mit aeroTELEGRAPH erst kürzlich den Finger in die Wunde gelegt und gesagt: «Während wir hier heute sprechen, wird die 787 nicht ausgeliefert.» Der amerikanische Flugzeugbauer brauche Stabilität auf der Produktionsseite. «Wir sind darauf angewiesen, Boeing in eine Situation zu bekommen, in der nicht andauernd solche Dinge auftreten», so Plueger.

Mehr zum Thema

American Airlines nahm im April eine Boeing 787 mit Motoren von General Electric entgegen.

Boeing gerät beim Dreamliner erneut ins Stocken

Dreamliner-Produktion: Da lief etwas schief.

Alle Boeing 787 in den USA müssen zur Inspektion

Boeing 787 Dreamliner: Auf ein Produktionsproblem folgt das nächste.

FAA schaut Boeing bei 787 genauer auf die Finger

ticker-boeing-1

Boeing steigt aus Wettbewerb um neuen Jet-Trainer der US Navy aus

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil