Nase eines Dreamliners: Noch viele Wochen am Boden.

Boeing: Hoffnung und Rückschlag

Die US-Aufsichtsbehörde FAA will die Lösungsvorschläge für das Batterieproblem des Dreamliners genau prüfen. Japan entdeckte zuvor Montage-Pfusch.

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Die Augen der Luftfahrtwelt waren gestern auf Washington gerichtet. Boeings Zivilflugzeug-Chef Ray Conner traf am Freitag (22. Februar) in der amerikanischen Hauptstadt Michael Huerta, den Vorsitzenden der Federal Aviation Administration FAA. Der Manager präsentierte seinem Gegenüber von der amerikanischen Aufsichtsbehörde ein ganzes Maßnahmenpaket, mit dem er die Probleme mit den Batterien des Dreamliners zu lösen gedenkt. Das Treffen sei «ergiebig» gewesen, erklärte Boeing nach dem Treffen in einer kurzen Mitteilung. Man sei ermutigt vom Fortschritt, den man im Hinblick auf die Aufhebung des globalen Groundings der B787 gemacht habe.

Klar ist indes noch nichts. Man prüfe jetzt die Anträge von Boeing, erklärte die FAA. «Wir werden sie sehr genau analysieren», so die Behörde. Erst wenn man absolut sicher sei, dass die Batterieprobleme durch die Lösungsvorschläge gelöst werden könnten, werde man den Einsatz des Dreamliners wieder erlauben.

Zehn-Punkte-Plan

Das Vorzeigeflugzeug von Boeing ist seit dem 16. Januar weltweit stillgelegt, nachdem es bei einer Maschine zu einem Feuer an der Lithium-Ionen-Batterie des Hilfsaggregates kam. Es versorgt den Jet am Boden mit Strom. Insgesamt sind fünfzig Maschinen davon betroffen.

Laut einem Bericht des Wall Street Journals legte Boeing der FAA einen Zehn-Punkte-Plan vor. Die Vorschläge sollen die Anbringung eines feuerfesten Gehäuses um die Batterien vorsehen. Zudem soll offenbar das Design der Batterien geändert werden. Und dann sollten auch die Checklisten für Piloten vor dem Start erweitert werden.

Falsche Verkabelung

Doch ob das wirklich reicht, ist ungewiss. Denn in Japan kamen neue Details zum Vorschein, die diverse Mängel am Dreamliner respektive seiner Montage offenlegen. So soll es wegen Pfusch bei der Lackierung zu Treibstofflecks gekommen sein, wie sie etwa ein Dreamliner von United erlebte. Dadurch sei ein Ventil lahm gelegt worden, das den Fluss zwischen Tanks steuerte. Ungenaue Isolierung solle darüber hinaus zu Rissen in der Cockpitscheibe und ein defektes Bauteil zu Bremsproblemen geführt haben, wie das japanische Verkehrsministerium bekannt gab.

Die Behörden Japans erklärten zuvor, sie wüssten noch nicht, was genau zum Brand einer Batterie im Dreamliner geführt habe. Sie fanden aber Hinweise für eine falsche Verkabelung.

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