Die beiden Deutschen in der Rettungsinsel - neben ihnen treibt Eis im Atlantik.

Piper PA-46Deutsche Privatpiloten müssen im Meer vor Grönland notwassern

Sie waren auf dem Weg von Oskosh zurück nach Deutschland. Da gerieten deutsche Privatpiloten vor Grönland in Not und mussten mit ihrer Piper Malibu im Atlantik vor Grönland notwassern.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Hauptaufgabe des Arktischen Kommandos - oder auf Dänisch Arktisk Kommando - ist die «Überwachung, die Durchsetzung der Souveränität und die militärische Verteidigung Grönlands und der Färöer». Doch die Einheit der dänischen Streitkräfte ist auch für die Verhütung von Meeresverschmutzung, Fischereiinspektionen, Such- und Rettungseinsätze und vieles mehr zuständig. Gleich mehrere der Funktionen retteten nun zwei Deutschen das Leben.

Die beiden hatten mit ihrem eigenen Flugzeug das EAA Air Venture Oshkosh besucht. Vom Flughafen im Bundesstaat Wisconsin machten sie sich nach ihrem Besuch des weltgrößten Treffens der Privatfliegerei mit ihrer Piper PA-46 Malibu auf den Weg zurück nach Deutschland. Zuerst ging es nach Cadillac in Michigan, dann nach Toronto und schließlich Goose Bay in Kanada.

Bombardier Challenger beobachtet Notwasserung

Von der Kleinstadt auf der Halbinsel Labrador sollte es weiter nach Narsarsuaq im Süden von Grönland gehen. Doch dorthin kamen sie nicht. Denn am Montag (29. Juli) um 12:17 Uhr Ortszeit empfing das Arktische Kommando einen Notruf. «Mayday», funkten die beiden Deutschen aus ihrem Flieger mit dem Kennzeichen D-EOSE. Es gelang ihnen aber noch, auf dem Meer südwestlich von Qaqortoq notzuwassern.

An Bord hatten die beiden Deutschen eine aufblasbare Rettungsinsel. In diese retteten sie sich. Das Umfeld im Meer vor Qaqortoq ist wenig einladend. Die Temperatur betrug am Montag maximal 13 Grad, das Wasser ist weniger als sechs Grad kalt.

Patrouillenboot war schnell beim Flugzeug

Eine Bombardier Challenger 600 des Arktischen Kommandos hatte das Flugzeug bereits zuvor geortet und konnte die Notwasserung beobachten. Gleichzeitig wurde das Patrouillenboot Triton losgeschickt. Und so konnten die Rettungskräfte die beiden Deutschen innerhalb von nur 30 Minuten retten und ins örtliche Krankenhaus bringen, wie das Arktische Kommando meldet.

Für solche Atlantiküberquerungen im Kleinflugzeug ist eine Seenotausrüstung vorgeschrieben - und angesichts der unwirtlichen Gegend mit harschem, wechselndem Wetter auch im Interesse der Fliegenden. Sie enthält Rettungsinsel, Überlebensanzüge, Schwimmwesten und Signalraketen. Aber auch ein Notproviant und ein Satellitentelefon sind durchaus sinnvoll. Pilotinnen und Piloten bauen in der Regel zudem Zusatztanks ein, um eine größere Sicherheitsmarge bei Problemen zu haben.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder der Rettung der deutschen Pieper Malibu in Grönland. Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

Die neue Piper M700 Fury in einer Animation.

Piper macht den Klassiker P-46 schneller und ausdauernder

Ausschnitt aus dem Überwachungsvideo mit Erklärungen des Sust: Der Abstand zwischen den Flugzeugen betrug rund 86 Meter.

A320 von Easyjet pustet Piper in die Höhe

Blick aus dem Cockpit auf Grönland: Die schnellste Route.

Warum über Grönland statt direkt über den Atlantik?

ticker-groenland

Grönland: Flughafen Ilulissat hat nun 2200-Meter-Startbahn

Video

vietnam airlines vn34 fuel dump load sheet 01
Eine falsche Beladung kann dazu führen, dass ein Flugzeug nicht rechtzeitig abheben kann. Der Ladesplan der Boeing 787 von Vietnam Airlines zeigt nun aber: Beim Vorfall am Flughafen München war dies nicht der Grund für das zu späte Abheben des Dreamliners.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die stehen gebliebene Boeing 787 von Vietnam Airlines nach der Landung in München: Die Blackbox wird ausgewertet.
Die Boeing 787-9 von Vietnam Airlines hinterließ beim missglückten Start in München Spuren am Ende der Piste und setzte während der Rotation mit dem Heck auf. Das bestätigt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Ermittelnden untersuchen neben technischen und menschlichen Faktoren auch mögliche organisatorische Einflüsse.
Timo Nowack
Timo Nowack
Zerstörter Flieger von Mahan Air: Insgesamt wurden im Krieg gemäß der Regierung in Teheran 100 zivile Flugzeuge getroffen.
Insgesamt sollen es rund 100 sein: Im Iran wurden laut Angaben des Landes weit mehr zivile Flugzeuge durch Angriffe der USA oder Israels zerstört oder beschädigt, als bisher bekannt war. Für das Land ist das ein riesiges Problem.
Timo Nowack
Timo Nowack