Unter dem Rumpf wird der Schriftzug nochmals sichtbar sein. Für die, die Zuhause bleiben.

FerienfliegerDas steckt hinter Lufthansas Plänen für Eurowings

Lufthansa richtet die Langstrecke der Tochter Eurowings neu aus und macht sie zum Ferienflieger. Die Überlegungen dahinter erklärt Vertriebschefin Heike Birlenbach.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Primera Air ist pleite, Wow Air kämpft ums Überleben und Norwegian steckt in einer tiefen Krise. Als Billigairline auf der Langstrecke Geld zu verdienen, ist offensichtlich enorm schwierig. Das musste auch Eurowings lernen. «Wir haben gesehen, dass Punkt-zu-Punkt nur auf sehr wenigen Langstrecken funktionieren kann», sagt Lufthansa-Vertriebschefin Heike Birlenbach im Gespräch mit aeroTELEGRAPH.

Deshalb zieht die Konzernmutter nun die Konsequenzen. Sie zieht sieben Eurowings-Flugzeuge aus Düsseldorf ab und verschiebt sie nach Frankfurt und München. Zubringerflüge seien auch bei Billigflügen der Schlüssel zum Erfolg, erklärt Birlenbach den strategischen Schwenk. «Daher gehen wir nun auch an die großen Drehkreuze», so die Managerin. Zugleich wird Lufthansa unter ihrer Leitung künftig die Eurowings-Flüge in die Ferne vermarkten und auch für die Abfertigung am Boden zuständig sein.

Kampf gegen Verspätungen

Birlenbach ist sich aber bewusst, dass es bei Eurowings noch ein anderes zentrales Problem zu lösen gibt. Viele Übersee-Flüge sind aktuell wieder massiv verspätet. So hat Flug EW1198 von Havanna nach Düsseldorf aktuell fast vier Tage Verspätung. Auch andere Flüge kommen derzeit viele Stunden nach geplanter Ankunftszeit an - und das nicht nur in einzelnen Fällen, sondern gehäuft. «Was wir jetzt zuerst sicherstellen müssen, ist für einen stabilen Betrieb zu sorgen», sagt die Lufthansa-Vertriebschefin. Man plane deshalb im Winterflugplan für Eurowings «jeweils eine Reservemaschine pro Drehkreuz», so Birlenbach.

Insgesamt geht es um mehr, als nur Eurowings auf den Erfolgspfad zu lenken. Jahrelang hat Lufthansa das Geschäftsfeld touristischer Fernflüge anderen überlassen, vor allem der ehemaligen Tochter Condor, die heute dem Thomas-Cook-Konzern gehört. Jetzt wird es mit der neuen Ausrichtung von Eurowings wieder zum strategischen Pfeiler. «Das Segment von Langstrecken-Urlaubsflügen wächst stärker als alle anderen. Hier sehen wir noch ein großes Potenzial. Daher bauen wir auch aus», begründet Birlenbach.

Ab 2020 mit einer Business Class

Auch das Vollchartergeschäft wird ausgebaut. «Ab dem Winterflugplan oder ab Herbst werden wir einige Flüge in die Karibik für Reiseveranstalter durchführen. Mit weiteren Partnern führen wir Gespräche», sagt die Managerin. Nicht zuletzt geht es bei der neuen Ausrichtung aber wohl auch darum, jedem anderen Interessenten für Condor zu zeigen, dass Lufthansa einer Übernahme nicht tatenlos zusehen würde.

Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, sind bei Eurowings auch Investitionen geplant. «Zunächst wird das Angebot ab Frankfurt und München mit einem Airbus A330 von Sun Express ohne Premiumklassen an den Start gehen», so Birlenbach. Die Umrüstung der Flieger sei aber bereits in Planung. Sie verspricht: «Wir können im Laufe des Jahres 2020 auch eine Business Class mit Lie-Flat-Sitzen und eine Premium Economy anbieten».

Mehr zum Thema

Ein Airbus A330 in Eurowings-Lackierung: Die Fluggesellschaft muss in den USA 225.000 Dollar Strafe zahlen.

Lufthansa holt Eurowings nach Frankfurt

Himmel über Punta Cana: Lange kein Eurowings-Flieger zu sehen.

Und wieder ruckelt es auf Eurowings' Langstrecke

Bangkok: Von München aus mit Lufthansa vorerst nicht in der Business Class erreichbar.

Sun Express fliegt für Lufthansa München - Bangkok

Lufthansa-Jet in Bremen (Archivbild): Die Frankfurt-Flüge kehren zurück.

Lufthansa nimmt Flüge zwischen Bremen und Frankfurt wieder auf

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier