Sergio Ermotti, Heckflosse einer Darwin-Maschine: Heimatliches Engagement.

Die Airline des UBS-Chefs

Sergio Ermotti ist der neue Chef des Schweizer Finanzkonzerns. Nebenher führt er eine Fluggesellschaft.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es ist ein unscheinbares Gebäude, das an der Via alla Campagna 2a im südschweizerischen Städtchen Lugano steht. Ebenso unscheinbar ist in der großen Welt der Luftfahrt das Unternehmen, das im grauen Mehretagenhaus seinen Hauptsitz hat. Umso prominenter ist dafür der Aufsichtsratsvorsitzende der Regionalfluggesellschaft Darwin Airlines, die von hier aus gelenkt wird. Sergio Ermotti heißt er, seit Dienstag (15. November) ist der 51-Jährige auch Konzernchef einer der größten Banken der Welt. Der Schweizer übernahm per sofort die Führung der UBS.

Erst im letzten Sommer stieß er zur UBS, bereits seit 2005 ist Ermotti bei Darwin Airlines dabei. Das Unternehmen wurde 2003 auf Betreiben diverser wohlhabender Einwohner des Schweizer Kantons Tessin gegründet, als die nationale Airline Swiss die Flüge in den italienischsprachigen Landesteil strich. Als prominenter und stolzer Bürger musste der eidgenössisch diplomierte Bankexperte da mitmachen. Heute betreibt Darwin eine Flotte aus sechs 50-plätzigen Saab 200 und zwei 74-plätzigen Dash 8-Q400. Ab Lugano-Agno werden das ganze Jahr über Genf und Rom angeflogen, ab Genf Florenz, Lugano, Nizza, Rom und Venedig. Hinzu kommen saisonale Destinationen wie etwa Biarritz, Crotone, Pantelleria oder St. Tropez. Insgesamt erreicht man mit Darwin 20 Ziele.

Ausbau und neue Konkurrenz

Immer wieder musste Darwin in den letzten Jahren den Betrieb mit Kapitalerhöhungen sichern, letztmals erhöhte man im Juni 2010 auf 12 Millionen Franken (rund 10 Millionen Euro). Finanziert wurde so aber auch die Expansion. In puncto Absatz scheint die Fluggesellschaft denn auch erfolgreich zu sein. In den fünf Jahren zwischen 2005 und 2010 verdreifachte sich der Umsatz auf rund 36 Millionen Franken. Die Passagierzahl kletterte um über 250 Prozent auf 265'000. Mit der Übernahme der Schweizer Konkurrentin Fly Baboo im November 2010 wuchs Darwin nochmals kräftig. Der Umsatz soll dadurch auf 70 Millionen hochgeschraubt werden, die Passagierzahl auf eine halbe Million.

Doch nun bekommt Darwin neue Konkurrenz. Der Regionalflieger Sky Work Airlines will ab Sommer 2012 von Lugano nach Bern fliegen und so Reisende auf seine Umsteigeflüge locken. Zudem belastet der starke Franken die Airline. Sie denkt deshalb über einen Restrukturierungsplan nach und senkte die Löhne markant. Auch Strecken könnten gestrichen werden. Die Früchte dieser Maßnahme wird nicht mehr Ermotti ernten. Denn die UBS gab vor einigen Wochen bekannt, dass sich ihr Konzernchef von allen privaten Mandaten trennen werde - «rasch aber geordnet».

Mehr zum Thema

ticker-schweiz

Studie: Schweizerinnen und Schweizer stehen hinter Luftfahrt

ticker-skyguide

Skyguide: Entscheidung zum Leistungsplan der Schweizer Flugsicherung verzögert sich

Absturz einer Jonkers Sailplanes JS1-C: Untersuchung durch die Sust.

Neue Strategie der Schweizer Unfallermittler sorgt für Diskussionen

ticker-schweiz

Schweizer Flugshow: Dittinger Flugtage finden im August 2027 statt

Video

Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies