Kleinflugzeug über Bergen: 2035 will die Schweiz einen digital vernetzten Luftraum haben.

e-ConspicuitySchweiz will digitalen Luftraum für alle

Die Schweiz treibt die Digitalisierung ihres Luftraums voran. Alle Teilnehmenden vom Kleinflugzeug bis zum Langstreckenjet sollen digital für alle sichtbar werden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Beim Fliegenlernen ist das Ausweichen ein zentraler Bestandteil der Ausbildung, der darauf abzielt, die Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten. Dabei geht es vor allem darum, andere Luftfahrzeuge zu erkennen, deren Flugbahnen richtig einzuschätzen und bei Bedarf rechtzeitig auszuweichen, um Zusammenstöße zu vermeiden. Ein grundlegendes Prinzip in diesem Zusammenhang ist «See, sense and avoid».

Auch in 2025 müssen Pilotinnen und Piloten der Allgemeinen Luftfahrt weiterhin Ausschau halten. Viele Länder wollen mehr Sicherheit schaffen und streben eine Modernisierung und Digitalisierung ihres Luftraums an. Mit dem Ziel Luftfahrzeuge durch technische Mittel für andere Luftraumteilnehmende und Bodenbeobachter, wie die Flugsicherung, elektronisch sichtbar zu machen. Der Name: Elektronische Sichtbarkeit oder e-Conspicuity.

Vorreiterrolle Schweiz

Die Schweiz nimmt eine Vorreiterrolle ein. Auch weil das Land einen besonders anspruchsvollen Luftraum hat. Etwa 60 Prozent der Fläche bestehen aus Gebirgszügen. Diesen begrenzten Platz teilen sich Verkehrsflugzeuge, Helikopter, Motorflugzeuge, Segel- und Gleitschirme, Fallschirmspringer und künftig wohl auch vermehrt Drohnen. 2024 wurden ein Rekord an Störungen gemeldet.

So stellt sich das Bazl die Kommunikation vor

Das Problem: In der Schweiz gibt es bereits mehrere Technologien zur Umsetzung von elektronischer Sichtbarkeit, wie Transponder (z. B. Mode S), FLARM, FANET/FANET+, ADS-B und Smartphone-basierte Lösungen wie SafeSky. Allerdings sind diese Technologien untereinander nicht kompatibel.

Umsetzung bis 2035

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) möchte dies mit dem 2022 gestartetem Projekt FASST-CH (Future Aviation Surveillance Services and Technologies in Switzerland) ändern. Das Ziel ist ein vernetzter Luftraum, in dem Pilotinnen und Piloten in Echtzeit auf Verkehrs- und Wetterdaten sowie den Luftraumstatus zugreifen können. Das BAZL strebt an, dieses System bis 2035 umzusetzen.

Da viele Luftraumnutzende bereits Geräte besitzen, fordert die Schweizer Behörde, dass diese verschiedenen Systeme, Geräte und Anwendungen in der Lage sein müssen, nahtlos zusammenzuarbeiten und Informationen auszutauschen, ohne dass besondere Anpassungen oder Eingriffe notwendig sind. Von den Herstellern wird erwartet, dass sie durch Software-Updates sicherstellen, dass ihre Geräte in Zukunft miteinander kommunizieren können.

Halter müssen im Zweifel nachrüsten

Die vorgeschlagenen Standards sind ADS-B out bei 1090 MHz und ADS-L bei 860 MHz. ADS-B out wird meist in zertifizierten Anlagen genutzt, während ADS-L auch in festen oder tragbaren Geräten funktioniert.

Halter und Piloten werden aufgefordert, ihre Luftfahrzeuge gemäß den Technologieempfehlungen auszurüsten. Finanzielle Unterstützung für diese Ausrüstung kann über eine Sonderfinanzierung für den Luftverkehr beantragt werden, die Maßnahmen zur Erhöhung der Flugsicherheit vorsieht.

Mehr zum Thema

ticker-schweiz

Studie: Schweizerinnen und Schweizer stehen hinter Luftfahrt

ticker-skyguide

Skyguide: Entscheidung zum Leistungsplan der Schweizer Flugsicherung verzögert sich

Absturz einer Jonkers Sailplanes JS1-C: Untersuchung durch die Sust.

Neue Strategie der Schweizer Unfallermittler sorgt für Diskussionen

ticker-schweiz

Schweizer Flugshow: Dittinger Flugtage finden im August 2027 statt

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies