Bombardier Global 7500 in der offiziellen Lackierung der Schweiz: Wird ab 2025 VIPs fliegen.

Bombardier Global 7500Schweiz bekommt erstmals Regierungsjet mit Raketenabwehr

Die Schweizer Regierung ersetzt ihre Cessna Citation mit einer Bombardier Global 7500. Der neue Regierungsflieger bekommt als Premier für das Land ein Selbstschutzsystem.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es war ein Akt mit viel Symbolik. Am 1. August 2014 und damit am Nationalfeiertag der Schweiz, zeigte Pilatus Aircraft erstmals sein neuestes Produkt der Öffentlichkeit. Zum Ereignis war auch Bundesrat Ueli Maurer angereist. Und in seiner Rede verriet er, dass die Landesregierung einen PC-24 für sich kaufen werde. 2019 wurde der Jet geliefert.

Doch schon vier Jahre später verkaufte die Schweizer Regierung den Businessjet aus heimischer Produktion wieder. Es habe sich gezeigt, dass der Pilatus PC-24 mit seiner Reichweite von bis 3704 Kilometern «nur bedingt für längere Reisen geeignet» sei, erklärte sie. Das Flugzeug mit dem militärischen Kennzeichen T-786 wurde an eine Modefirma veräußert - mit Gewinn.

Kostenpunkt: 109 Millionen Dollar

Jetzt hat sich die Regierung in Bern für ein neues Flugzeug entschieden. Und sie setzt dabei auf eines, bei dem die Reichweite kein Thema sein wird. Für rund 109 Millionen Dollar kauft sie eine Bombardier Global 7500, wie sie am Mittwoch (30. August) bekannt gab. Der Businessjet kann bis zu 14.260 Kilometer weit fliegen, ohne zu tanken.

Im Preis seien ein militärisches Funksystem, Bodenmaterial und Ersatzteile enthalten, so der Bundesrat in einer Mitteilung. Und ein Selbstschutzsystem. Es warnt die Besatzung vor Bedrohungen und aktiviert Gegenmaßnahmen bei Angriffen vom Boden oder aus der Luft. Diese Raketenabwehr sei unter anderem im Zusammenhang mit Evakuationen aus Krisengebieten wichtig, heißt es. Bisher besaßen die Schweizer Regierungsflieger keine solchen Systeme.

Nicht nur für die Regierung unterwegs

Die Bombardier Global 7500 soll 2025 an den Lufttransportdienst des Bundes - das schweizerische Pendant der deutschen Flugbereitschaft – übergeben werden. Sie besitzt 19 Sitzplätze, wovon 14 auch als Arbeitsplatz dienen können. Neben dem Transport von Regierungsmitgliedern und anderen wichtigen Verwaltungsmitgliedern wird sie auch für Evakuierungen, Soforthilfe bei Umweltkatastrophen und humanitäre Notlagen eingesetzt.

Der neue Jet ersetzt die Cessna Citation Excel 560 XL (Kennzeichen T-784), die inzwischen 21-jährig ist. Die Schweizer Regierung will eigentlich auch die 15-jährige Dassault Falcon 900 EX (Kennzeichen T-785) ersetzen. Beide Flieger seien nicht mehr auf dem aktuellsten Stand der Technologie, erklärt sie. Und das habe zunehmend negativen Einfluss auf die Verfügbarkeit, die Sicherheit und die Umwelt. Doch weil die Regierung in den kommenden fünf Jahren Defizite erwartet, hat sie diese Investition aufgeschoben.

Mehr zum Thema

Passagier in einer Bombardier Global 7500: Wer neu kauft

Erster Kunde fliegt seine Bombardier Global 7500

Global 7500: Flieger mit großer Reichweite.

Bombardier reklamiert längsten Flug für sich

Der neue Schweizer Regierungsjet: Schweizerkreuz am Heck.

Schweizer Regierung fliegt jetzt mit Schweizer Jet

ticker-schweiz

Studie: Schweizerinnen und Schweizer stehen hinter Luftfahrt

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack