Flugzeug im Anflug auf London Heathrow: Kein Ausweg mehr in Sachen Kostensteigerung?

Parlament billigt Ausbau von HeathrowBritish Airways tobt, Virgin Atlantic frohlockt

Das Parlament des Vereinigten Königreichs unterstützt den Ausbau von London Heathrow. Das finden nicht alle Fluggesellschaften gut.

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Die Sache war klar. 415 Parlamentarier haben am Montag (25. Juni) Ja gestimmt, nur 199 Nein. Damit hat der geplante Ausbau des Flughafens London Heathrow eine weitere wichtige Hürde genommen. Anfang Juni hatte ihm bereits das Kabinett von Premierministerin Theresa May zugestimmt.

Umgehend nach der klaren Zustimmung der Abgeordneten meldete sich IAG-Chef Willie Walsh zu Wort. «Das Parlament hat dem Ausbau von Heathrow zugestimmt ohne zu wissen was er kosten wird», sagte der Lenker des Konzerns, zu dem auch British Airways gehört. Sein Unternehmen habe null Vertrauen in die Fähigkeit des Managements von Heathrow, dieses Projekt ohne Gebührenerhöhung umzusetzen. Die Kosten würden sehr schnell den Budgetrahmen überschreiten, prophezeit er. Ganz anders reagierte Virgin Atlantic. «Wir klatschen Beifall für die Entscheidung des Parlaments», so Chef Craig Kreeger.

Gerichtliche Schritte

Der Flughafen London Heathrow hofft mit einer dritten Start- und Landebahn die Kapazität auf 130 Millionen Passagiere pro Jahr erhöhen zu können. Im Jahr 2017 nutzten ihn 78 Millionen Reisende. Er rechnet damit, den Ausbau 2025 abgeschlossen zu haben. Andere sagen eher ein Eröffnungsdatum 2029 voraus.

Denn noch ist nicht klar, ob der Ausbau wirklich wie geplant kommt - trotz Ja des Parlaments. Denn die Entscheidung heißt lediglich, dass der Airport nun definitiv planen kann. Gegen diese Pläne kann später gerichtlich vorgegangen werden. Mehrere Anwohnergruppen und Organisationen haben das bereits angekündigt. Unterstützt werden sie von Bürgermeister Sadiq Khan.

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