Triebwerkstechnik von Rolls-Royce: Setzt sie sich bei Boeing durch?

New Middle Market AirplaneBoeing sammelt Bewerbungen für 797-Triebwerke

Es ist der nächste Schritt zum möglichen Bau einer Boeing 797: Triebwerkshersteller haben ihre Vorschläge zum Antrieb des Flugzeuges eingereicht.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Wer liefert die Triebwerke für eine potenzielle Boeing 797? Laut dem Fachportal The Air Current lief am Mittwoch (27. Juni) die Frist für die Hersteller CFM International, Pratt & Whitney und Rolls-Royce aus, auf Boeings Ausschreibung zu antworten. Das Blatt beruft sich auf drei Personen, die mit Boeings Plänen für das sogenannte New Middle Market Airplane NMA vertraut seien.

Boeing wünscht sich demnach laut der Ausschreibung ein Triebwerk mit 45.000 Pfund Schub, das 25 Prozent weniger Treibstoff verbraucht als die Motoren der alten Boeing 757. Air Current zufolge setzt Rolls-Royce auf seinen Trent-Nachfolger Ultra Fan, der wohl nicht vor 2025 fertig wird. CFM International schickt einen Hybriden aus GE9X- und Leap-Technologie ins Rennen, während Pratt & Whitney Boeing offenbar eine angepasste Version des PW1100G anbietet, mit dem der Airbus A321 Neo fliegt.

Delta bekräftig Interesse

Noch ist nicht zu 100 Prozent sicher, ob Boeing den Flieger wirklich auf den Markt bringt. Ein Sprecher sagte gegenüber The Air Current, man konzentriere sich darauf, ein solides Geschäftsszenario zu entwerfen, und mache dabei gute Fortschritte. Boeing Verkaufschef Ihssane Mounir hatte sich vergangene Woche zuversichtlich gezeigt, ein mögliches New Middle Market Airplane im Jahr 2025 auf den Markt zu bringen. Dieser Termin wurde zuvor bereits etliche Male genannt.

Rückenwind erhält der Konzern dabei von Delta Air Lines. Deren Chef Ed Bastian sagte diese Woche erneut, man habe mit Boeing darüber gesprochen, der potenzielle Erstkunde eines solchen Flugzeuges zu werden. Ähnlich hatte sich Bastian schon im Februar geäußert. Er zweifelt allerdings an, ob der neue Flieger, der 797 heißen könnte, wirklich bis in sieben Jahren fliegt.

Zwei Versionen des Fliegers

Boeing plant zwei Versionen des Flugzeuges. NMA-6X soll 228 Passagieren Platz bieten und eine Reichweite von 5000 Nautischen Meilen oder 9260 Kilometern aufweisen. Die NMA-7X bringt es demnach auf 4200 Nautische Meilen oder 7778 Kilometer und kann bis zu 267 Fluggäste transportieren.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Boeing wendet Streik von 15.500 Ingenieurinnen und Ingenieuren und Technikfachkräften ab

ticker-boeing-1

Boeing erhält Milliardenauftrag für neuen US-Navy-Kampfjet F/A-XX

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier