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Delta will Boeing 797 als Erste fliegen

Vertrauensbeweis einer wichtigen Kundin: Delta will den neuen Jet von Boeing – als erste Fluglinie überhaupt.

Boeing

Boeing 757: Der Flugzeugbauer hat mit der Augabe des Modells eine Marktlücke hinterlassen.

Noch ist nichts offiziell entschieden. Trotzdem macht ein wichtiger Kunde schon mächtig Druck auf Boeing, den neuen, so genannten Middle-of-the-Market-Jet zu bauen. Inzwischen hat das Modell, das die Lücke zwischen der 757 und 767 füllen soll, den inoffiziellen Übernamen Boeing 797 bekommen. Man wolle den Flieger als erste Kundin betreiben, sagte der Chef von Delta Air Lines jetzt der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Man sei sehr interessiert an dem neuen Flugzeug und werde an seiner Entwicklung sehr aktiv teilnehmen, so Delta-Chef Ed Bastian in einem Schreiben an die Mitarbeiter weiter. «Ich hoffe, dass wir auch Erstbetreiber werden.» Langfristig könne das neue Flugzeug «einige unserer Boeing 757 und 767 ersetzen», ergänzte ein Sprecher der Airline dem Fachmagazin Flightglobal. Er bestätigte, dass Delta aktiv mit Boeing am Programm arbeitet.

Erster neuer Jet seit dem Dreamliner

Die Boeing 797 wäre der erste komplett neue Boeing-Jet seit dem Dreamliner. Die 787 wurde im Herbst 2011 an Erstkundin ANA All Nippon Airways ausgeliefert. Vieles deutet auf eine Umsetzung der Idee hin. Erst gerade hatte Boeings Marketingchef Randy Tinseth angekündigt, dass man an einem Geschäftsmodell für das neue Flugzeug arbeite. Zudem wurde ein Programmverantwortlicher ernannt.

Das neue Flugzeug soll 200 bis 270 Passagiere fassen und gegenüber der Boeing 757 eine Ersparnis von rund 30 Prozent bieten. Die Reichweite soll 5000 nautische Meilen (9260 Kilometer) betragen. Den Markteintritt peilt Boeing für 2024 oder 2025 an.

Streit beigelegt

Der Ausspruch des Vertrauens seitens der zweitgrössten Airline  der USA ist für Boeing zentral bei der Entwicklung eines neuen Jets. Und: Es scheint, als hätte man damit auch andere Differenzen beigelegt. Zuletzt standen der Flugzeugbauer und die Airline im Handelsstreit mit dem kanadischen Hersteller Bombardier auf unterschiedlichen Seiten.



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