Boeing 737 Max: Neues Softwareproblem.

FlugsteuerungBoeing gesteht zweiten Software-Fehler bei 737 Max

Nicht nur das umstrittene MCAS-System hat offenbar Mängel. Boeing entdeckte einen zweiten Software-Fehler bei der Flugsteuerung der 737 Max.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Am Donnerstagabend Ortszeit (4. April) wandte sich Boeing-Chef Dennis Muilenberg in einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit: Zum ersten Mal räumte er dabei ein, dass das umstrittene Steuerungssystem MCAS ein Auslöser für die Abstürze der beiden Boeing 737 Max von Lion Air und Ethiopian Airlines war. Erst wenige Stunden zuvor wurden im ersten Zwischenbericht aus Äthiopien neue Details zum Unglück von Flug ET302 veröffentlicht. Dabei zeigte sich, dass die Piloten der Boeing 737 Max genau nach Vorgaben von Boeing vorgegangen waren, um das MCAS-Problem zu beheben.

Der Hersteller arbeitet derweil weiter unter Hochdruck daran, die Probleme bei der Flugsteuerung des neuen Flugzeugmodells zu beheben. Jetzt wurde aber bekannt, dass dabei ein zweiter Fehler bei einer Software entdeckt wurde. Er soll ebenfalls die Flugsteuerung betreffen und unabhängig vom MCAS-System sein, schreibt die Zeitung The Washington Post. Nicht zuletzt deshalb musste Boeing die Veröffentlichung des Updates für die Boeing 737 Max verschieben.

Einfluss auf Landeklappen und weitere wichtige Bauteile

Laut zwei Mitarbeitern der Verwaltung soll der Software-Fehler Einfluss auf Landeklappen und weitere wichtige Bauteile der Flugsteuerung haben. Dies bestätigt Boeing auf Nachfrage der Washington Post. Genauere Details nennt der Hersteller allerdings nicht. In einer offiziellen Stellungnahme spricht er von einem «geringfügigen Problem», für das bereits eine Lösung in Entwicklung sei.

MCAS steht für Maneuvering Characteristics Augmentation System. Es handelt sich um ein System, das Boeing in die 737 Max eingebaut hat und über das die Vorgänger nicht verfügen. Denn die größeren Triebwerksgondeln der Max bergen das Risiko,  dass die Längsstabilität verändert und die Nase nach oben gedrückt wird. Um einen Strömungsabriss zu verhindern, drückt das MCAS unter bestimmten Umständen die Nase des Fliegers automatisch nach unten, indem es das Höhenruder entsprechend trimmt.

Mehr zum Thema

Boeing-Chef anerkennt erstmals MCAS als Ursache

Boeing-Chef anerkennt erstmals MCAS als Ursache

Boeing 737 Max 8: Im Visier der Ermittler.

Was Boeing bei der 737 Max anpasst

Boeing 737 Max 8 im Flug: Viele Passagiere sind zurzeit skeptisch.

Was Passagiere über die Boeing 737 Max wissen müssen

Boeing KC-135 Stratotanker: Über dem Irak abgestürzt.

Boeing KC-135 der USA über Irak abgestürzt

Video

michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin