Boeing 737 Max 8: Im Visier der Ermittler.

MCAS-UpdateWas Boeing bei der 737 Max anpasst

Boeing hat die Änderungen an den Systemen der gegroundeten Boeing 737 Max offenbar abgeschlossen. Nun zeichnet sich ab, wie diese aussehen sollen.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Boeing plant für Mittwoch (27. März) ein Treffen mit mehr als 200 Piloten, Technikern und Vertretern von Luftfahrtbehörden aus aller Welt. Es findet in Renton bei Seattle statt und das einzige Thema sind die Änderungen an Software und beim Training der gegroundeten Boeing 737 Max. Eine Sprecherin des Flugzeugbauers erklärte, dies sei eines von mehreren Treffen.

Die Neuerungen sind eine Folge der Abstürze von zwei Boeing 737 Max. Von den beiden direkt betroffenen Airlines will Lion Air einen Piloten und einen Ingenieur entsenden, wie ein Manager der Fluglinie gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Ethiopian Airlines wird demnach nicht anwesend sein. American Airlines, United Airlines und Southwest Airlines sollen schon am Samstag informiert worden sein.

MCAS wohl auch bei Ethiopian aktiviert

Bei den Neuerungen geht es vor allem um das umstrittene Flugsteuerungssystem Maneuvering Characteristics Augmentation System MCAS. Dieses soll eigentlich einen Strömungsabriss verhindern, indem es die Nase des Fliegers nach unten drückt. Im Falle des Lion-Air-Absturzes besteht der Verdacht, dass ein defekter Anstellwinkel-Sensor das MCAS fälschlicherweise aktivierte. Im Interview mit der Zeitung Wall Street Journal sagte Ethiopian-Chef Tewolde Gebremariam nun, dass er davon ausgeht, dass das System auch beim Absturz in Äthiopien aktiviert war.

Das Blatt berichtet unter Berufung auf Informanten aus Industrie und Regierungskreisen zudem, wie Boeings Änderungen aussehen werden. Das Softwareupdate wird demnach dafür sorgen, dass das MCAS die Nase des Fliegers nur noch einmal und nicht länger als zehn Sekunden nach unten drückt und nicht wieder und wieder wie beim Lion-Air-Unglück.

Sensor-Abgleich soll Aktivierung verhindern

Ebenfalls soll das System sich nicht mehr aktivieren, wenn die beiden Anstellwinkel-Sensoren Daten liefern, die fünf Grad oder mehr voneinander abweichen. Laut dem Zwischenbericht zur Lion-Air-Untersuchung sollen die Daten des linken und des rechten Sensors um mehr als 20 Grad auseinander gelegen haben. Das überarbeitete Pilotentraining soll sich laut dem Bericht darum drehen, wann das MCAS aktiviert wird und wie die Piloten es ausschalten können.

Mehr zum Thema

Höhenleitwerk einer Boeing 737 Max von Lion Air (im Kreis): Gegenläufige Kräfte.

Brachte dieser Effekt die 737 Max zum Absturz?

Boeing 737 Max 8: Bei Lion Air und Ethiopian Airlines fehlten zwei Warnmelder.

Boeing 737 Max fehlten kostenpflichtige Sicherheitsfunktionen

Blick aus einer Boeing 737 von Lion Air: Dicke Luft zwischen dem Hersteller und der Airline.

Dritter Pilot rettete 737 Max am Tag vor Lion-Air-Absturz

ticker-boeing-1

Boeing liefert im Februar 51 Flugzeuge aus - deutlich mehr als Airbus

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack