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Zwei Airbus A330 im Anflug

Boeing erhält Dämpfer bei Boliviana

Der US-Flugzeugbauer warb bei Boliviana de Aviación für den Dreamliner als 767-Nachfolger. Doch vorerst hat sich die staatliche Airline nun für Airbus A330 entschieden.

Dylan Agbagni/Flickr/CC0 1.0

Airbus A330-200 von Avianca: Bald für Boliviana de Aviación im Einsatz?

Als Boliviana de Aviación BoA im Frühjahr eine Flotten-Modernisierung ankündigte, saß bei der Pressekonferenz neben Airline-Chef Ronald Casso mit Randy Lander der Südamerika-Manager von Boeing am Tisch. Er empfahl Dreamliner als Nachfolger für die vier alten 767-300 der staatlichen Airline.

Auch im August kam Lander in der bolivianischen Presse wieder ausführlich zu Wort. Der Boeing-Manager pries die Vorteile der Boeing 787-8 gegenüber dem Airbus A330-200. Und er sagte, viele Airlines seien schon vom älteren Airbus- auf das neuere Boeing-Modell gewechselt.

Findet Boliviana Geschmack am A330?

Aber all die Lobbyarbeit half nicht. Ende August verkündete Boliviens Regierung nicht nur, dass Boliviana de Aviación eine Finanzspritze von 17,5 Millionen Dollar für die Modernisierung der Flotte erhalten werde. Sie erklärte auch, dass mit dem Geld unter anderem zwei Airbus A330-200 als Ersatz für Boeing 767 geleast werden.

Der erste der beiden Langstreckenflieger soll demnach im Dezember 2019 bei der Fluggesellschaft eintreffen, der zweite im Januar 2020. Zum Einsatz kommen sollen sie auf den Flügen nach Miami und Madrid. Kommerzchef Hugo Estrada erklärte kurz darauf gegenüber dem Fachportal Flightglobal, die A330-200 seien ehemalige Avianca-Maschinen mit Baujahr 2016. Über die endgültige Anzahl von A330-200, die größer sind als die Boeing 767, diskutiere man noch, so Estrada.

Kurz- und Mittelstrecke weiter mit Boeing

Das klingt, als könnte ein weiteres der Flugzeuge hinzukommen. All das dürfte Boeing-Konkurrent Airbus freuen und Hoffnung geben, dass die bolivianische Staatsairline mit dem A330-200 auf den Geschmack kommt und für die Langstrecke eines Tages A330 Neo ordert statt Boeing 787 oder 777.

Trotz Boeings vorläufiger Niederlage bei den Langstreckenjets von Boliviana de Aviación kann der US-Hersteller sich bei den Kurz- und Mittelstreckenfliegern behaupten. Neben den beiden A330 soll die Fluglinie mit der Finanzspritze nämlich auch fünf Boeing 737-700 oder -800 einflotten und damit alte 737-300 ersetzen. «Zurzeit betreiben wir acht Classic und sechs NG», sagte Estrada über die 737-Flotte. «Vor Ende des Jahres werden wir drei weitere NG erhalten.» Bis 2021 wolle man 14 Boeing 737-700 und -800 fliegen und keine -300 mehr.



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