Jet von Boliviana: Die Flotte ist in die Jahre gekommen.

Staatsairline Boliviana de AviacionBoeing empfiehlt Dreamliner in Bolivien

Die Flotte von Boliviana de Aviación ist alt, technische Probleme mehren sich. Nun sollen neuere Flugzeuge her. Boeing würde gerne ihre 787 zwischen Bolivien und Miami fliegen sehen.

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Der März war kein guter Monat für Boliviana de Aviación. Die staatliche Fluggesellschaft Boliviens musste vier Zwischenfälle hinnehmen, bei denen drei ihrer Flugzeuge beschädigt wurden und danach teuer repariert werden mussten. Alle Vorfälle betrafen Boeing 737-300. In der Folge kündigte Airline-Chef Ronald Casso Ende März eine Verjüngung der Flotte an, in der zurzeit kein Flieger jünger ist als 17 Jahre, etliche dafür aber deutlich älter sind als 20 Jahre.

Offiziell besteht die Flotte von Boliviana de Aviación aus 21 Fliegern: neun Boeing 737-300, vier Boeing 737-700, zwei Boeing 737-800, vier Boeing 767-300 und zwei Bombardier CRJ200. Aktuelle Flugdaten finden sich zurzeit allerdings nur für 14 dieser Flieger. Als der Chef der Fluglinie seine Umbaupläne bei einer Konferenz in der Stadt Cochabamba vorstellte, saß ein Vertreter von Boeing neben ihm. Dieser empfahl die Boeing 787 Dreamliner als logischen Ersatz für die 767, mit denen Boliviana de Aviación unter anderem Madrid und Miami ansteuert.

Neue Jets werden geleast

Zurzeit prüfe man die Optionen, doch schon Endes des Jahres könnte ein erster neuer Langstreckenflieger zur Flotte stoßen, so Casso laut der Zeitung Los Tiempos. Auf der Kurz- und Mittelstrecke wolle man in den kommenden drei bis vier Jahren umbauen. Den Anfang könnten die im März beschädigten Flieger machen. Diese könnten zwar bald wieder starten, würden nach Ende ihres dreijährigen Leasingvertrages aber ersetzt durch 737-700, 737-800 oder «weitere der neuen Generation», so der Airline-Chef. Von diesen 36 Monaten Leasingzeit seien je zwischen 18 und 24 abgelaufen. Alle neuen Jets will die Airline leasen.

Als Zeitrahmen für den langfristigen Flottenumbau nannte Casso laut dem Blatt zwölf Jahre. Boliviana de Aviación hatte den Flugzeugpark schon im Frühjahr 2017 aufgestockt. Mit Blick auf die Historie der Fluglinie sagte Boliviens Präsident Evo Morales damals: «Wir haben mit zwei Flugzeugen begonnen und ab nächster Woche werden wird 21 Flugzeuge haben.» Anvisiert als Flottengröße waren 26 Flieger, doch danach sieht es zurzeit nicht aus. Casso nannte kein neues entsprechendes Ziel. Boliviana de Aviación war 2007 als Nachfolgerin der insolventen Lloyd Aéreo Boliviano gegründet worden, deren Geschichte bis 1925 zurückreicht.

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