Boeing 787-9 von Etihad im Schnee: 5G kann zu Problemen führen.

Nasse PistenBoeing 787 müssen wegen 5G bei Landungen aufpassen

Wenn es regnet oder Schnee liegt, müssen Betreiber von Boeing 787 bei Landungen in den USA speziell vorsichtig sein. Denn 5G-Antennen können gemäß der Luftfahrtbehörde FAA dazu führen, dass Geräte gestört und der Bremsweg verlängert werden.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Bis zuletzt stritten die Telekommunikations- und die Luftfahrtindustrie um die Auswirkungen von 5G auf Flugzeuge. Am Ende einigten sie sich auf einen Kompromiss. Um 50 Flughäfen in den USA wurde eine Pufferzone eingerichtet - darunter befinden sich auch viele der großen Airports wie Chicago O'Hare, New York-Newark Liberty oder Seattle-Tacoma.

Die Pufferzonen decken die letzten 20 Sekunden des Fluges ab. In ihnen wird die Leistung der 5G-Antennen gedrosselt, um mögliche Störungen der Radarhöhenmesser zu verhindern. Doch das reichte der Luftfahrtbehörde der USA noch nicht. Sie hat sich auch vertieft mit möglichen Störungen des neuesten Mobilfunkstandards bei einzelnen Flugzeugmodellen beschäftigt.

«Anomalien festgestellt»

Am Freitag (14. Januar) hat die Federal Aviation Administration FAA als Folge der Analysen eine erste Lufttüchtigkeitsanweisung veröffentlicht. Sie betrifft Boeing 787-8, 787-9 und 787-10. An Flughäfen, an denen 5G-Antennen stehen, müssten Betreiber besonders vorsichtig sein, wenn die Landebahn nass oder schneebedeckt sei, so die Behörde.

Man habe bei Dreamlinern «Anomalien festgestellt, die auf 5G-C-Band-Interferenzen zurückzuführen sind», heißt es im Dokument. Sie würden «möglicherweise erst sichtbar, wenn sich das Flugzeug während des Anflugs in geringer Höhe befindet».  Weltweit geht es um 1010 betrrofene Flugzeuge, in den USA um 137.

Verminderte Bremsleistung

Die Behörde nennt eine ganze Reihe von Systemen, die auf Daten der Radarhöhenmesser basieren und durch 5G gestört werden könnten: Autopilot-Flugleitsystem, automatische Schubregelung, Schubumkehr, Kollisionswarnung TCAS oder Bodenannäherungswarnsystem GPWS. Die Störungen könnten zu einer verminderten Bremsleistung, einer verlängerten Landestrecke und einem Verlassen der Landebahn führen, heißt es weiter. Betreiber müssten deshalb vorsichtig sein.

Die Ausgangslage in den USA ist eine andere als in Europa. Denn auf dem alten Kontinent nutzt 5G andere Frequenzbereiche. Wie die FAA festhält, ist auf dem Alten Kontinent zudem die Sendeleistung geringer. Gegenüber Frankreich, wo es ebenfalls Pufferzonen gibt, beträgt die Differenz zum Beispiel 60 Prozent. Daneben werden Antennen bei Flughäfen nach unten geneigt und anders platziert, um mögliche Störungen des Flugverkehrs zu verringern, wie die amerikanische Luftfahrtbehörde festhält.

Die Lufttüchtigkeitsanweisung können sie hier herunterladen.

Mehr zum Thema

Airbus und Boeing machen sich Sorgen wegen 5G

Airbus und Boeing machen sich Sorgen wegen 5G

Funkmast und Flugzeug: Drohen Probleme?

5G-Regeln auch für deutsche Flughäfen im Gespräch

Sendemast und Flugzeug von Airbus France: Sicherheitswarnung.

Birgt 5G Gefahren für den Flugverkehr?

ticker-boeing-1

Boeing startet mit 46 Auslieferungen und netto 112 Bestellungen ins Jahr

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies