Dreamliner von Air Canada: Das Flugzeug darf nun neue Routen bedienen.

Dreamliner darf weiter fliegen

Die US-Luftfahrt-Behörde FAA erteilte der Boeing 787 die Etops-330-Zertifizierung. Der zusätzliche Spielraum eröffnet den Fluglinien ganz neue Routen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die fünf Buchstaben Etops sind Gold wert. Denn sie sind ein wichtiges Verkaufsargument für Flugzeugbauer. Etops steht für Extended-range Twin-engine Operation Performance Standards. Die Regel besteht für zweistrahlige Flugzeuge und legt die Anzahl der Minuten fest, die Flugzeugtypen verschiedener Konfigurationen auf einem Flug maximal vom nächsten Flughafen entfernt sein dürfen. Eine höhere Etops-Zertifizierung heißt deshalb mehr mögliche Routen und mehr Einsatzmöglichkeiten für Fluggesellschaften.

Der Dreamliner erhielt bei seiner Lancierung vorerst nur Etops 180. Das heißt, er durfte bislang maximal drei Stunden von einem Ausweichflughafen entfernt sein. Boeing strebte aber immer Etops 330 an. Doch die anfänglichen Schwierigkeiten mit den Lithium-Ionen-Batterien ließen das nicht zu. Die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA gestand der Boeing 787 auch nach der Aufhebung des weltweiten Groundings nur 180 Minuten zu. Nun kam sie auf ihren Entscheid vom April 2013 zurück und gab dem Dreamliner endlich das erhoffte Etops-330-Siegel.

Von Neuseeland direkt bis nach Buenos Aires

Bei Boeing freut man sich. Die Zertifizierung unterstütze die Firmenphilosophie der Wichtigkeit von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. «Die Menschen wollen möglichst wenig lang unterwegs sein», kommentierte Dreamliner-Programmchef Larry Loftis. Etops 330 sei ein weiterer Schritt in die Richtung. Der Dreamliner könnte also künftig beispielsweise von Neuseeland direkt bis nach Buenos Aires, Chicago oder Johannesburg fliegen. Auch Strecken über den Nordpol sind nun möglich.

Airbus will beim A350 noch mehr erreichen. Der europäische Flugzeugbauer schielt auf Etops 420. Das wäre absoluter Rekord. Bislang hat nur die Boeing 777 Etops 330.

Mehr zum Thema

Flieger mit Boeing-Logo: Der Hersteller zahlt an Hinterbliebene.

Fluglinie aus Kamerun und Boeing streiten 30 Jahre nach Absturz um 179 Millionen Dollar

Boeing-Saab T-7A Red Hawk Advanced Jet Trainer - transatlantische Wertarbeit für besseres Ernstfall-Training

Transatlantischer Trainingsjet mit Ambitionen und Hürden

Boeing-737-Max-Produktion: Die Max 7 und die Max 10 sind noch nicht zertifiziert.

Boeing ist ab 2030 finanziell bereit für neues Flugzeugprogramm

Bunte Flugzeugwelt in Farnborough: An der Messe werden Dutzende Fluggeräte gezeigt.

Das sind die Stars der größten Luftfahrtmesse der Welt

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies