Komfortabel und günstig: Avianca Brazil will Businesskunden für sich gewinnen.

Brasilianische Anti-Ryanair

Billigflieger erheben für fast jede Leistung Zuschläge und Gebühren. Avianca Brasil verfolgt einen anderen Ansatz - und hat Erfolg.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Comeback für Gratisessen an Bord bei Avianca Brasil: Der Billigflieger will Kunden durch kostenloses Essen, gratis Unterhaltung und breitere Sitze gewinnen. Das Konzept scheint aufzugehen. Die Fluggesellschaft habe viele Businesskunden gewonnen und verkaufe mehr Tickets als alle anderen Konkurrenten in der Region, erklärte ihr Chef José Efromovich gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Nachfrage sei so groß, dass die Auslastung der Avianca-Flieger von 82 Prozent auch im kommenden Jahr beibehalten werden könne - und das obwohl die Fluglinie künftig dank neuer Flugzeuge 30 Prozent mehr Sitze anbieten werde.

Diese Entwicklung steht in hartem Kontrast zu den Kürzungen der Konkurrenten Gol und Tam, die so versuchen sich an die sinkende Nachfrage anzupassen. Sie streichen Strecken und machen das Essen kostenpflichtig. «Wir haben das geschafft, weil wir etwas anderes bieten als alle anderen», so Efromovich. 2013 werde es erstmals einen Gewinn geben seit der Übernahme durch Synergy Group, die Firma seines Bruders German Efromovich.

Ist die Strategie sinnvoll?

Alan Bender, Professor an der Embry-Riddle Aeronautical University in Florida, sieht Avianca Brasil auf dem richtigen Weg: «Je mehr die größten, bekanntesten Airlines den Reisekomfort zurückschrauben, desto größer wird die Nische für kleine, innovativere Fluggesellschaften, die diese Lücke wieder schließen», erklärte er gegenüber dem Reiseportal Skift. «Manche der besten Airlines gehen genauso vor wie Avianca Brasil.» Robert W. Mann, Ex-American-Airlines-Manager und Luftfahrtexperte, sieht das etwas anders: «Letztendlich ist die Wirtschaftlichkeit entscheidend. Avianca Brasil hat die gleichen Kerosinkosten wie alle anderen, die gleichen Kosten für Flugzeuge und Flughäfen.» Vielmehr müsse die Airline deutlich mehr Flüge anbieten um die umworbenen Businesskunden für sich zu gewinnen.

Im kommenden Jahr wird Avianca Brazil zwölf Fokker 100 durch die gleiche Anzahl Airbus 320 mit 162 Plätzen ersetzen. Zudem steht die Airline in Verhandlungen mit Embraer und will ab 2018 rund 30 neue Jets zu kaufen. «Es ist keine leichtsinnige Expansion», erklärte Avianca-Finanzchef Frederico Pedreira. Man überflute den Markt nicht mit Flugzeugen «wie ein verrückter Newcomer».

Nummer vier in Brasilien

Avianca Brazil ist mit sieben Prozent Marktanteil mittlerweile die Nummer vier in Brasilien. Marktführer ist Tam mit 40 Prozent, dann folgen Gol mit 35 Prozent und Azul mit 17 Prozent.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack