Antonov An-158 von Cubana: Ein Neustart ist geplant.

Sechs Jets am BodenAntonov will Cubanas An-158 fit machen

Im Frühjahr 2020 soll Kubas Nationalairline wieder mit An-158 abheben. Hersteller Antonov schickt Experten, um die sechs Maschinen von Cubana flugtauglich zu machen.

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Zwischen April 2013 und April 2015 lieferte Antonov sechs An-158 an Cubana de Aviación. Doch die kubanische Staatsairline hatte nicht lange Freude an den Fliegern. Schon im Mai 2017 klagte die Fluglinie über technische Probleme. «Die An-158 wurden in der Ukraine erworben und der Vertrag für die Teile wurde in Russland geschlossen», erklärte ein Vertreter von Cubana damals. «Aber die Komponenten haben wir von beiden Nationen erhalten, die nun im Konflikt miteinander stehen, was zu Verzögerungen bei der Lieferung der Teile geführt hat.» Ein Jahr später beorderte die kubanische Luftfahrtbehörde die sechs Flugzeuge aus Sicherheitsbedenken ganz zu Boden - und dort stehen sie immer noch.

Das soll sie nun jedoch ändern. So teilte Antonov am Montag (22. Juli) mit, man werde die Flugzeuge wieder betriebstauglich machen, obwohl die ursprünglichen vertraglichen Verpflichtungen 2017 ausgelaufen seien. Nun habe man sich mit Cubana und mit South American Aircraft Leasing aus Panama, die ursprünglich mit Lieferung und Finanzierung der Flieger betraut war, darauf geeinigt, die Flugzeuge wieder fit zu machen.

Ersatzteillager auf Kuba geplant

In einem ersten Schritt sollen Experten von Antonov die Maschinen technisch begutachten. Dann sollen die sechs Jets wieder flugtauglich gemacht werden, die ersten beiden bis zum ersten Quartal 2020. Zudem wollen die Ukrainer ein Ersatzteillager auf Kuba schaffen als «technisches Erste-Hilfe-Kit», das den regelmäßigen Flugbetrieb dauerhaft möglich macht.

Die An-158 ist die verlängerte Version des Regionalfliegers An-148 und bietet Platz für 99 Passagiere. Neben den sechs Flugzeugen dieses Typs hat Cubana auch noch Ilyushin Il-96 und Tupolev Tu-204 flugunfähig am Boden stehen. Stärken kann sie ihren Betrieb dagegen bald mit neuen Flugzeugen aus französischer Produktion: Sie bekommt zwei ATR 72-600.

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