Die beiden ATR 72 in Toulouse: Eine Maschine ist bereits in den Farben von Cubana lackiert.

Staatsairline kauft TurboropsCubana bekommt zwei neue ATR

Die staatliche kubanische Fluglinie hat Mühe, ihre Flieger flugtauglich zu halten. Nun sollen zwei neue ATR 72-600 für Besserung sorgen.

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Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Doch die Fotos von Planespottern aus Toulouse sind eindeutig. Eines zeigt eine neue ATR 72-600 in den Farben von Cubana de Aviación in der Luft. Eine anderes zeigt dieselbe Maschine geparkt, daneben steht ein zweiter Flieger, der noch nicht in den Farben eines Kunden lackiert ist. Das kubanische Nachrichtenportal Isla Local berichtet, das Transportministerium in Havanna habe die Anschaffung der beiden Flugzeuge Anfang des Jahres mit dem italienisch-französischen Hersteller ATR vereinbart.

Die erste der beiden ATR 72-600 soll demnach sehr bald ausgeliefert werden. Eine Gruppe von Cubana-Piloten soll sich bereits in Frankreich befinden, um sich mit den neuen Fliegern vertraut zu machen. Isla Local bezieht sich dabei auf Quellen bei der staatlichen Fluggesellschaft und der Luftfahrtbehörde des Landes. Auf Anfrage von aeroTELEGRAPH wollte sich ATR nicht äußern. Das Luftfahrtfachportal Transponder 1200 schreibt jedoch, die beiden neuen ATR sollen zwei ATR 72-500 ersetzen, die Cubana zurzeit im Wet-Lease von der südafrikanischen Solenta Aviation mietet.

Erste westliche Lieferung seit 17 Jahren

Es wird die erste Lieferung neuer westlicher Flugzeuge an eine kubanische Airline seit 2002. Damals hatte Aerogaviota vier ATR 42-500 erhalten. Laut Transponder 1200 erhalten die Flugzeuge von ATR nur knapp zehn Prozent Teile aus den USA, was den Import der Maschinen trotz der US-Sanktionen gegen den Inselstaat verhältnismäßig einfach mache.

Genaue Angaben zur aktiven Flotte von Cubana sind schwierig zu bekommen. Gemäß Aero Transport Data Bank besteht sie derzeit aus sechs Maschinen. Etliche Ilyushin Il-96 und Tupolev Tu-204 sind derzeit nicht flugfähig. Ebenso stehen sechs Antonov An-158 am Boden. Ein Unglück mit 112 Toten im Mai 2018 hatte Cubanas Probleme mit dem Flugzeugpark noch verschärft. Damals stürzte eine Boeing 737 ab, welche die Fluglinie von der mexikanischen Global Air geleast hatte. In der Folge stellte Cuba teilweise ihre Inlandsflüge ein.

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