Letzte Aktualisierung: um 16:22 Uhr
Partner von  

Technik

Cubana hat Probleme mit Antonov An-158

Flugausfälle und Verspätungen: Kubas staatliche Airline kämpft mit technischen Schwierigkeiten bei ihren Antonov An-158. Nun soll ein neuer Vertrag Abhilfe schaffen.

Cubana, UR-EXC, Antonov An-158 by Anna Zvereva used under CC BY / Detail from original

An-158 von Cubana: Wo bleiben die Ersatzteile?

Kubas staatliche Fluggesellschaft Cubana musste im April am Flughafen Mariana Grajales in Guantánamo die Verbindungen in die Hauptstadt Havanna einstellen. Grund sind technische Probleme bei Maschinen des Typs Antonov An-158, wie die Zeitung Diario de Cuba berichtet. Zuvor war es bereits in Holguín im Osten Kubas zu Schwierigkeiten gekommen, wodurch von 116 Flügen 38 ausfielen und 36 Verspätung hatten.

«Die An-158 wurden in der Ukraine erworben und der Vertrag für die Teile wurde in Russland geschlossen», zitierte die Zeitung einen Vertreter von Cubana. «Aber die Komponenten haben wir von beiden Nationen erhalten, die nun im Konflikt miteinander stehen, was zu Verzögerungen bei der Lieferung der Teile geführt hat.»

Antonov will liefern

Von den Flughäfen in Guantánamo und in Holguín wurden dem Bericht zufolge Reisende auf dem Landweg nach Havanna transportiert. Für die Passagiere in Guantánamo wurde demnach auch eine Boeing 737 als Antonov-Ersatz aufgeboten. Da der Flughafen aber nicht für eine so große Maschine ausgelegt ist, mussten die Reisenden erst auf dem Landweg nach Santiago de Cuba transportiert werden und stiegen dort in die Boeing.

Russische und ukrainische Webseiten sowie Cibre Cuba berichteten schließlich, am 24. und 25. April hätten sich Vertreter von Cubana und Antonov getroffen. Der Flugzeughersteller habe bei dem Treffen zugesagt,  der kubanischen Fluggesellschaft die benötigten Ersatzteile zur Verfügung zu stellen. In einem Vertrag sei außerdem festgehalten worden, dass sich Antonov auch in Zukunft um die Flugtüchtigkeit der sechs An-158 von Cubana kümmere.

Zeitplan unklar

Wie weit dieser Prozess mittlerweile vorangeschritten ist, ist nicht klar. Im Bericht von Diario de Cuba am 21. April hatte noch keiner der Verantwortlichen Angaben dazu machen können, wie lange es dauern würde, um die aktuellen Probleme zu beheben.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.