Ingenieur und ausgeflottetes Flugzeug: Der Prozess ist streng reguliert.

Verkauf von FlugzeugteilenWarum aus dem Finnair-A319 keine Sammlerstücke werden

Finnair erhielt mehrere Anfragen, ob man Teile ihres ausgeflotteten Airbus A319 kaufen könne. Nun redet die Airline Klartext – und erklärt, was mit dem Flieger passiert.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Sie werden zu Hotels, Restaurants, Dekorationsstücken oder Museumsexponaten. Nicht immer verbringen Flugzeuge ihre letzten Tage auf einem Flugzeugfriedhof oder werden ausgeschlachtet. Einige erhalten einen neuen Lebenszweck.

Nicht so bei Finnair. Man habe viele Anfragen erhalten, ob Teile eines Jets, der vor Kurzem die Flotte verließ, erworben werden können, so die Fluggesellschaft. Das sei aber leider nicht möglich. Der Airbus A319 mit dem Kennzeichen OH-LVB wird erstmals in Helsinki zerlegt und recycelt.

Luftfahrtbehörde verbietet Verkauf von Flugzeugteilen

Doch nicht nur deshalb will und kann Finnair die Teile nicht verkaufen. «Die Demontage von Flugzeugteilen und deren Außerbetriebnahme in der Luftfahrt wird in Finnland streng kontrolliert und geregelt», schreibt die Fluggesellschaft. Der Verkauf von Flugzeugteilen sei von der lokalen Luftfahrtbehörde Traficom verboten.

Die Luftfahrtbehörde wolle sicherstellen, dass Flugzeugteile nicht in die falschen Hände geraten – oder in Flugzeuge, die noch im Einsatz sind. Zwar habe man die Möglichkeit, Teile nach strengen Regeln an darauf spezialisierte Unternehmen zu verkaufen. Doch das sei im Fall des Airbus A319 keine Option.

«Keine Änderungen in letzter Minute»

«Der Zeitplan für das Projekt ist eng und lässt keine Änderungen in letzter Minute zu», so Finnair. Die Demontage hat bereits im Februar am Flughafen Helsinki begonnen. «Und unser Partner strebt an, seine Arbeit Ende März oder Anfang April abzuschließen.»

Rund 2000 Teile des Airbus A319 können nach gründlicher Inspektion wieder verwertet werden  – etwa Triebwerke, Fahrwerke, das Hilfstriebwerk (im Jargon: APU) und die Avionik. Auch kleinere Elemente wie Sitzbezüge oder Kabinenvorhänge, könnten wiederverwendet werden, teilt Finnair mit.

90 bis 95 Prozent recycelbar

Nach dem Ausbau der wiederverwertbaren Bauteile werden Kunststoff und Metall von der Elektronik getrennt, und auch diese Materialien werden recycelt. Das und viele andere Bauteile können in der Industrie als Rohmaterial verwendet werden. Etwa 90 bis 95  Prozent der Teile und Komponenten des Airbus A319 seien recycel- oder wiederverwertbar, teil Finnair mit. Bei neueren Flugzeugen seien es sogar bis zu 98 Prozent.

Für die enttäuschten potenziellen Flugzeugkäufer gibt es übrigens dennoch zumindest ein Fünkchen Hoffnung. Ob es bei anderen Flugzeugen anders aussehen werde, sei noch offen. Man treffe die Entscheidung für jeden Jet individuell.

Mehr zum Thema

Airbus A319 mit dem Kennzeichen OH-LVB: Das Flugzeug wird in Helsinki zerlegt.

Finnair zerlegt einen Airbus A319 zu Hause

Der Airbus A310 steht im 4000 Quadratmeter großen Hangar der Firma German Aircraft Maintenance am Flughafen Paderborn/Lippstadt.

So werden aus einem Airbus A310 Cola-Dosen

Der Airbus A320 mit dem Kennzeichen YL-LCP: Das Flugzeug der lettischen Wet-Lease-Anbieterin Smart Lynx...

Am deutschen Mini-Flugplatz erwartet den A320 das Ende

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack