Die meisten Tap-Flüge Richtung Südamerika starten vom Flughafen Lissabon, doch auch ab Porto fliegt die portugiesische Airline nach Südamerika. Der portugiesische Ministerpräsident Luís Montenegro erklärte am 16. März in Porto, anlässlich des 80. Geburtstags des Flughafens, dass ein potenzieller Tap-Investor verpflichtet sein wird, alle Flughäfen des Landes zu stärken.
Vinci Airports betreibt die portugiesischen Flughäfen
Montenegro könnte auf diesen Passus drängen, weil Portugal seine Flughäfen nicht selbst betreibt, sondern den Betrieb an den französischen Infrastrukturentwickler Vinci Airports vergeben hat. Laut dem portugiesischen Ministerpräsidenten beinhaltete der Vertrag mit Vinci klare Fristen und Kosten, die zwingend eingehalten werden müssten, berichtet der portugiesische Sender RTP.
Laut dem Premierminister habe Vinci seinen weltweit profitabelsten Betrieb in Portugal, weshalb es seiner Meinung nach an portugiesischen Flughäfen möglich sei, «mehr und schneller zu arbeiten». Der Staat werde alle vertraglichen Möglichkeiten ausschöpfen, um sicherzustellen, dass der Betrieb der Flughäfen im besten Interesse Portugals, seiner Bürger und der Wirtschaft erfolge.
Angebote müssen am 2. April abgegeben sein
Die drei Interessenten müssen bis zum 2. April unverbindliche Angebote bei Parpública einreichen. Die staatliche Beteiligungsgesellschaft leitet den Verkaufsprozess der Airline. Neben dem Kaufpreis müssen die Interessenten auch konkrete industrielle und strategische Pläne vorlegen. Dazu zählen Synergieeffekte sowie die Zusicherung, dass die Tap ihren Status als EU-Luftverkehrsbetreiber behält.
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