Mitarbeitende am Flughafen Porto: Im Hintergrund ein Flugzeug von Tap.

Tap-PrivatisierungPortugal verlangt von Tap-Käufer Stärkung aller Flughäfen

IAG, Air France-KLM und Lufthansa Group müssen bis zum 2. April ihre unverbindlichen Angebote für Tap abgeben. Der portugiesische Ministerpräsident fordert, dass potenzielle Investoren alle Flughäfen des Landes stärken müssen.

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Im Rennen um die Teilprivatisierung der portugiesischen Fluglinie Tap Air Portugal sind seit Dezember nur noch die drei großen Airline-Gruppen Europas übrig: die International Airlines Group (IAG) mit British Airways und Iberia, Air France-KLM sowie die Lufthansa Group. Alle drei buhlen um die Gunst der portugiesischen Regierung, weil Tap einen starken Zugang zum wichtigen südamerikanischen Markt hat.

Die meisten Tap-Flüge Richtung Südamerika starten vom Flughafen Lissabon, doch auch ab Porto fliegt die portugiesische Airline nach Südamerika. Der portugiesische Ministerpräsident Luís Montenegro erklärte am 16. März in Porto, anlässlich des 80. Geburtstags des Flughafens, dass ein potenzieller Tap-Investor verpflichtet sein wird, alle Flughäfen des Landes zu stärken.

Vinci Airports betreibt die portugiesischen Flughäfen

Montenegro könnte auf diesen Passus drängen, weil Portugal seine Flughäfen nicht selbst betreibt, sondern den Betrieb an den französischen Infrastrukturentwickler Vinci Airports vergeben hat. Laut dem portugiesischen Ministerpräsidenten beinhaltete der Vertrag mit Vinci klare Fristen und Kosten, die zwingend eingehalten werden müssten, berichtet der portugiesische Sender RTP.

Laut dem Premierminister habe Vinci seinen weltweit profitabelsten Betrieb in Portugal, weshalb es seiner Meinung nach an portugiesischen Flughäfen möglich sei, «mehr und schneller zu arbeiten». Der Staat werde alle vertraglichen Möglichkeiten ausschöpfen, um sicherzustellen, dass der Betrieb der Flughäfen im besten Interesse Portugals, seiner Bürger und der Wirtschaft erfolge.

Angebote müssen am 2. April abgegeben sein

Die drei Interessenten müssen bis zum 2. April unverbindliche Angebote bei Parpública einreichen. Die staatliche Beteiligungsgesellschaft leitet den Verkaufsprozess der Airline. Neben dem Kaufpreis müssen die Interessenten auch konkrete industrielle und strategische Pläne vorlegen. Dazu zählen Synergieeffekte sowie die Zusicherung, dass die Tap ihren Status als EU-Luftverkehrsbetreiber behält.

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