Bildschirmfoto 2026-05-01 um 164538

Beinahekollision in São Paulo-CongonhasLandender Jet von Gol nähert sich startendem Jet von Azul bis auf 22 Meter

Am Flughafen São Paulo-Congonhas kamen eine landende Boeing 737 und eine startende Embraer E2 sich extrem nahe, so nahe, dass das Kollisionswarnsystem Alarm schlug. Der Jet von Gol und der Jet von Azul näherten sich entlang der Piste bis auf 22 Meter an.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Wenn das Kollisionswarnsystem TCAS im Flugzeug eingreifen muss, heißt das: Es war viel zu knapp. Passiert ist das am Donnerstag (30. April) am Flughafen São Paulo-Congonhas in Brasilien. Die Ausgangslage war zunächst unspektakulär. Eine Embraer E195-E2 von Azul sollte von Piste 17R auf Flug AD6408 in Richtung Belo Horizonte-Confins starten. Gleichzeitig befand sich eine Boeing 737-800 von Gol aus Salvador kommend im Landeanflug auf dieselbe Piste.

Das ist an sich nicht ungewöhnlich. Doch dann geriet der Ablauf ins Stocken. Während die Boeing 737 mit dem Kennzeichen PS-ADE auf ihre Landefreigabe wartete, wurde die Embraer E2 mit der Registrierung PR-GXN zum Start freigegeben. Als sie bereits beschleunigte, griff die Flugsicherung ein. Der Lotse wies die Azul-Crew an, den Start abzubrechen, und forderte gleichzeitig die Gol-Besatzung zum Durchstarten auf. Diese bestätigte die Anweisung und leitete das Manöver ein. Vom Azul-Cockpit kam hingegen zunächst keine Reaktion. Der Jet setzte den Startlauf fort, wie zuerst das Portal Aeroin berichtete.

Boeing 737 und Embraer 195-E2 waren nur 22 Meter voneinander entfernt

Die Situation spitzte sich daher zu. Die beiden Flugzeuge kamen sich gefährlich nahe, die Gol-Crew meldete einen TCAS-Alarm, also eine Warnung des bordeigenen Kollisionsvermeidungssystems. Um Abstand zu schaffen, ließ der Lotse die Boeing nach rechts abdrehen. Sekunden später war die unmittelbare Gefahr gebannt. Laut unbestätigten Medienberichten waren die beiden Flugzeuge in der Höhe zu einem Zeitpunkt nur noch 22 Meter voneinander entfernt.

Flug G31629 von Gol setzte anschließend zu einem zweiten Anflug an und landete sicher in Congonhas. Der Azul-Flug setzte seine Reise nach Belo Horizonte ohne weitere Zwischenfälle fort. Verletzt wurde niemand. Auf einem Video ist zu sehen, wie brenzlig die Situation war.

Behörde untersucht

Wie es zu der kritischen Annäherung kommen konnte, ist nun Gegenstand von Ermittlungen. Die Behörde Cenipa hat eine Untersuchung eingeleitet. Der Lotse selbst sprach davon, dass das vorausgehende Flugzeug länger als erwartet für den Start benötigt habe und zwischenzeitlich nicht mehr auf Funkanweisungen reagierte, berichtet Aeroin.

365 Tage Luftfahrtjournalismus – fair, fundiert und unabhängig. Damit das so bleibt, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon für den Preis eines Getränks am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-brasilien

Flugbetrieb am Flughafen São Paulo-Congonhas kurzzeitig ausgesetzt

ticker-brasilien

São Paulo-Congonhas hat jetzt als erster brasilianischer Flughafen eine integrierte Metrostation

ticker-flughafen

São Paulo-Congonhas erweitert Wartehalle

So soll es künftig in São Paulo-Congonhas in der Check-in-Halle aussehen.

Der zweitgrößte Flughafens Brasiliens wird aufgepeppt

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies