Ryanair-Maskottchen im Emirates-Sitz. «Hasse es», schrieb die Airline darunter.

Billig- gegen GolfairlineRyanair lästert über neue Emirates-Kopfstütze - und kassiert prompt einen Konter

Eigentlich wollte Emirates nur ihre neue Economy-Kopfstütze zeigen. Dann mischte sich Ryanair ein - und lieferte der Golfairline damit die perfekte Vorlage für einen Konter.

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Ryanair ist dafür bekannt, auf Social Media gerne auszuteilen. Mal trifft es die Konkurrenz, mal die eigenen Kundinnen und Kunden, und manchmal braucht es für eine Provokation nicht mehr als ein Foto und zwei Worte. Zum Beispiel in einem aktuellen Fall. Dieses Mal nahm sich die irische Billigfluglinie die neue Kopfstütze von Emirates vor. Die Golfairline hatte Bilder ihres U-Dream Headrest veröffentlicht und dazu geschrieben: «Kopfstütze runter und bereit zum Abflug.» Ryanairs knappes Urteil: «Hasse es.»

Damit die Botschaft auch wirklich ankam, montierte Ryanair das eigene Maskottchen auf einem Bild in einen Emirates-Sitz mit der neuen Kopfstütze - an die das kleine Plüschflugzeug jedoch gar nicht heranreicht. Doch Emirates ließ die Spitze von Ryanair nicht einfach so stehen. Die Fluggesellschaft aus Dubai teilte das Bild und konterte: «Sieht so aus, als würde da jemand die Beinfreiheit genießen …»

Nutzer empfahlen Ryanair-Maskottchen eine Dusche im Airbus A380 von Emirates

Und natürlich mischten sich schnell andere ein. Ein Nutzer scherzte, so erlebe das Maskottchen endlich mal komfortables Fliegen. Ein anderer empfahl dem Ryanair-Maskottchen gleich noch einen Besuch in der First-Class-Dusche von Emirates. Wieder andere verteidigten die Billigairline: Deren Sitze seien zwar schlechter als Bussitze, dafür komme man für 30 Euro nach Spanien.

Auslöser des Schlagabtauschs ist eine Kopfstütze, mit der Emirates ein bekanntes Economy-Problem lösen will. Der U-Dream Headrest ist in den Safran-Sitz Z400 integriert und besitzt gepolsterte Seitenflügel mit Leder-Bezug, die sich nach innen klappen lassen. Sie sollen Kopf und Nacken beim Schlafen stützen und das Nackenkissen überflüssig machen. Die Stütze lässt sich zudem in der Höhe verschieben und kippen. Emirates bezeichnet sie als weltweite Neuheit und ließ sie unabhängig testen und auch von Europas Luftfahrtbehörde Easa zertifizieren.

Bald in allen Airbus A350 von Emirates

Bislang ist die Kopfstütze in drei Airbus A350 eingebaut, bis Ende des Jahres sollen alle A350 von Emirates damit ausgestattet sein. Später sollen auch viele Airbus A380 und Boeing 777 folgen. Die 270 bestellten Boeing 777X bekommen den U-Dream Headrest gleich ab Werk.

Ob Ryanair ihn bis dahin doch noch lieben lernt, darf bezweifelt werden. Zumindest hat sie Emirates mit ihrem kleinen Seitenhieb eine ziemlich gute Vorlage für Werbung in eigener Sache geliefert.

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