Am am 31. Mai 2015 war Schluss. Swiss stellte damals ihre Flüge ab Basel ein. Wer seither von der europäischen Hauptstadt der Chemie- und Pharmaindustrie in Städte in Europa reisen will, muss den Zug nehmen oder die lokale Marktführerin Easyjet wählen. Und wer in die weite Welt reisen will, muss entweder mit KLM, Air France oder British Airways fliegen und an deren Drehkreuzen umsteigen, oder mit der Bahn zuerst zum Flughafen Zürich fahren und dort einen Swiss-Flug nehmen.
Aus Swiss Skies wurde Moov Airways
Doch die hochfliegenden Pläne gerieten ins Stocken. Das benötigte Kapital kam nicht zusammen, und nach und nach zogen sich mehrere Beteiligte zurück. Einer hielt jedoch an dem Vorhaben fest: Mitgründer Alvaro Nogueira de Oliveira stellte ein neues Team zusammen und gab dem Projekt einen neuen Namen. Aus Swiss Skies wurde Moov Airways. An den grundlegenden Plänen hielt er fest.
Basel sollte weiterhin Ausgangspunkt für Langstreckenflüge sein. Vorgesehen waren sekundäre Ziele im Osten der USA und Kanadas sowie Verbindungen nach Südamerika, in die Karibik und in den Nahen Osten. Auch Indien brachte Oliveira als mögliche Zielregion ins Spiel. Bei den Flugzeugen änderte sich dagegen die Planung: Für Moov Airways sah der ehemalige Ryanair-Pilot und Manager bei Sky Express nun Airbus A321 XLR vor, wie er im Jahr 2020 öffentlich bekannt gab.
Statt USA-Flügen nun Drehkreuz im Zentralatlantik
Gestartet ist Moov allerdings auch sechs Jahre später nicht. Kürzlich gab das Unternehmen aber ein Lebenszeichen von sich. Es hat eine Absichtserklärung für den Kauf von bis zu 30 Evtols von Eve Air Mobility unterzeichnet. Es will damit auf den Kapverden, aber auch in Europa touristische Rundflüge, Shuttle-Verbindungen zwischen Flughäfen, Häfen und Ferienanlagen sowie regionale Flüge anbieten.
Evtol von Eve Air Mobility. Eve
Dazu passen die neuen Pläne von Moov. Die Start-up-Airline möchte inzwischen gewissermaßen eine Icelandair für den Zentralatlantik aufbauen, aber dabei drei statt zwei große Märkte miteinander verbinden: Europa, Afrika und Lateinamerika. Der Einsatz von Flugzeugen wie dem A321 XLR soll das profitabel machen. Angestrebt werden rund zwei Millionen Fluggäste pro Jahr. Aber auch Fracht will Moov transportieren. Das Drehkreuz soll auf den Kapverden liegen.
Interesse an Cabo Verde Airlines
Und dabei macht das Management nun einen weiteren Schritt. Dieser Tage hat es sich in der kapverdischen Hauptstadt Praia mit Premierminister Francisco Carvalho und Verkehrsminister João do Carmo Brito getroffen. Moov habe sich für die heimische Luftfahrtbranche und insbesondere Cabo Verde Airlines TACV interessiert und ihre langfristige strategische Vision präsentiert.
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