Cabo Verde Airlines: Wie geht es weiter?

Regierung bewertet OptionenKap Verde prüft tiefgreifenden Umbau oder Aus der Staatsairline

Die Regierung von Kap Verde stellt die Zukunft ihrer Nationalairline infrage. Angesichts anhaltender Verluste werden für Cabo Verde Airlines nun alle Optionen geprüft – bis hin zu einer möglichen Liquidation.

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Für die Nationalairline von Kap Verde stehen einschneidende Entscheidungen bevor. Für die staatliche Fluggesellschaft TACV, die international unter der Marke Cabo Verde Airlines auftritt, stehen einschneidende Entscheidungen bevor. Die Regierung des Inselstaates will die Zukunft der Airline neu bewerten. Verkehrsminister João do Carmo erklärte, der Staat könne die monatlichen Belastungen nicht länger tragen. Die Lage der Airline sei «sehr kritisch», sie schreibe dauerhaft Verluste.

Nach Angaben des Ministers werden nun verschiedene Szenarien geprüft. Dazu zählen eine tiefgreifende Restrukturierung, strategische Partnerschaften oder der Einstieg neuer Investoren. Auch eine Neuausrichtung des Geschäftsmodells steht zur Diskussion. Als letzte Möglichkeit nannte do Carmo sogar die Liquidation der Fluggesellschaft. Es wäre jedoch unverantwortlich, diesen Schritt ohne vorherige Prüfung aller Alternativen zu gehen, betonte er. Genauso unverantwortlich sei es allerdings, den bisherigen Kurs fortzusetzen.

Cabo Verde Airlines hat seit Jahren wirtschaftliche Probleme

Die wirtschaftlichen Probleme beschäftigen Cabo Verde Airlines seit Jahren. Der Internationale Währungsfonds hatte die Regierung erst im Mai aufgefordert, die internationalen Strecken zu überdenken. Angesichts hoher Treibstoffpreise und der wachsenden Konkurrenz durch Billigfluggesellschaften empfahl der IWF, stattdessen die Anbindung zwischen den Inseln zu stärken. Bereits 2024 war der Inlandsverkehr aus Cabo Verde Airlines ausgegliedert und auf das neue Staatsunternehmen CV Sky übertragen worden.

Den jüngsten verfügbaren Zahlen zufolge schrieb Cabo Verde Airlines im dritten Quartal 2024 einen Nettoverlust von umgerechnet 5,8 Millionen Euro. Zwar bescheinigte ein staatlicher Bericht der Fluggesellschaft eine solide operative Entwicklung und Wachstumspotenzial. Hohe Betriebskosten, insbesondere für das Leasing der Flugzeuge, belasteten das Ergebnis jedoch weiterhin erheblich. Im Februar hatte die Regierung die Airline mit 29 Millionen Euro gestützt.

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