Airbus A380 von Emirates: Wie lange fliegt die Airline noch mit Superjumbos?

Corona-KriseEmirates könnte A380-Abschied beschleunigen

Eigentlich wollte die Golfairline noch im Jahr 2035 mit dem Superjumbo abheben. Doch durch die Corona-Krise könnte Emirates' Abschied vom A380 schneller kommen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

242 Exemplare des Airbus A380 hat der europäische Flugzeughersteller bisher ausgeliefert. Davon gingen 115 an Emirates. Acht weiter Superjumbos wird die Golfairline noch erhalten, danach endet die Produktion des ikonischen Flugzeugmodells.

Auch aus der Luft könnte der Airbus A380 schneller verschwinden als gedacht. Emirates erwäge, die Ausflottung ihrer Superjumbos angesichts der Corona-Krise zu beschleunigen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Noch im vergangenen September hatte Firmenpräsident Tim Clark erklärt: «Die Flotte wird sich bei rund 115 stabilisieren und dann Mitte des nächstens Jahrzehnts auf 90 bis 100 sinken.» Auch im Jahr 2035 werde man noch A380 nutzen. Das könnte sich nun ändern.

A380 werden zu Ersatzteillagern

Ursprünglich hatte Emirates 162 Airbus A380 geordert. Doch im Februar 2019 kürzte der größte Kunde des Modells die Bestellung auf nur noch 123 und versetzte dem Programm damit den Todesstoß. Im September nahm die Airline dann die ersten beiden A380 außer Betrieb. Man ziehe es vor, die abgeschriebenen Jets in den Ruhestand zu schicken, als «für 25 Millionen Dollar ein neues Fahrwerk zu kaufen», sagte Clark damals.

Generell könnten ausgemusterte A380 zuerst als Ersatzteillieferanten für die noch fliegenden Jets dienen, so der Airline-Präsident. Chancen auf Verkäufe rechnete sich Clark schon damals nicht aus: «Offensichtlich ist keine Nachfrage auf dem Gebrauchtmarkt vorhanden.» Durch die Corona-Krise ziehen nun weitere Betreiber einen vorzeitigen Abschied vom A380 in Betracht, auch wenn noch die Nutzung als Aushilfsfrachtflieger möglich ist.

Bis zu 30.000 Jobs in Gefahr

Emirates erwägt nun laut Bloombergs Informationen auch, rund 30.000 ihrer insgesamt 105.000 Arbeitsplätze zu streichen. Das wären nochmals deutlich mehr als die 10.000 Jobs, die bei Lufthansa in Gefahr sind, die 12.000, die IAG abbauen will und die 20.000, die bei Air Canada wackeln. Emirates wollte den Bericht bisher weder bestätigten noch dementieren.

Die Golfairline will das Thema nicht groß kommentieren. «Es gab keine Ankündigung von Massenentlassungen. Jede derartige Entscheidung würde in angemessener Form mitgeteilt werden. Wie in jedem verantwortungsbewussten Unternehmen hat unser Führungsteam alle Abteilungen angewiesen, eine gründliche Überprüfung der Kosten und Ressourcenplanung anhand der Geschäftsprognosen vorzunehmen, auch wenn wir uns auf eine schrittweise Wiederaufnahme des Flugbetriebes vorbereiten», erklärt ein Sprecher von Emirates.

Mehr zum Thema

Auch in London-Stansted winkte man dem letzten Flug für eine Weile.

Emirates bekommt Kapitalspritze vom Staat

Flugzeuge am Drehkreuz Dubai: Emirates braucht weniger Piloten.

Emirates stoppt Passagierflüge

Gewinn von Emirates sinkt um 28 Prozent

Gewinn von Emirates sinkt um 28 Prozent

british airways airbus a380 landing london heathrow-ref42999

So baut British Airways die Kabinen ihrer Airbus A380 um

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack