Aktuelle Uniformen von Lufthansa: Wann werden sie abgelöst?

Erstmals seit 24 JahrenCrews von Lufthansa bekommen neue Uniformen - von Hugo Boss

Ein Vierteljahrhundert nach der letzten Erneuerung setzt die deutsche Fluggesellschaft auf eine modische Veränderung. Ab September testen Crews von Lufthansa die neue Uniform von Hugo Boss. Passform, Komfort und Nachhaltigkeit stehen im Fokus.

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Elegant, zeitlos und praktisch - das ist der Anspruch, den viele Fluggesellschaften an ihre Uniformen haben. Denn anders als in der Modewelt kann die Kollektion nicht mit jeder Saison wechseln. Das wäre schlicht zu aufwändig und zu teuer. Bei Lufthansa ist es bald 24 Jahre her, dass das fliegende Personal mit neuer Arbeitskleidung ausgestattet wurde.

Ab Januar 2002 wurden nach und nach 25.000 Lufthanseaten aus den Bereichen Boden, Kabine und Cockpit neu ausgestattet. Die Damenmode entwarf Strenesse, die Herrenmode kam von Etzkorn. Doch diese Uniformen werden bald abgelöst, wie aeroTELEGRAPH weiß. Die alten Arbeitskleider werden durch neue ersetzt.

Tests der neuen Uniformen von Lufthansa ab 1. September

Entworfen werden sie dieses Mal von Hugo Boss. «Lufthansa prüft derzeit die neue Uniform auf Tragekomfort, Passform und Funktionalität und achtet dabei besonders auf die Nachhaltigkeit der Stoffe», bestätigt ein Sprecher der Airline. Und mit etwas Glück werden Reisende sogar schon einen Blick auf Teile des Designs werfen können.

Denn der Sprecher verrät auch: «Ab dem 1. September 2025 testen ausgewählte Mitarbeitende vier Monate lang weiterentwickelte Uniformteile im regulären Einsatz in Kabine, Cockpit und am Boden.» Mit dem Test beginne eine entscheidende Phase, in der Lufthansa «wichtige Erkenntnisse für mögliche weitere Schritte gewinnen möchte.»

Noch unklar, wann Personal flächendeckend ausgestattet wird

Wirkliche Details will Lufthansa noch nicht verraten. Denn der Sprecher sagt auch: «In welcher Form und zu welchem Zeitpunkt die nun zu erprobenden Uniformteile eingeführt werden, ist jedoch noch offen.» Kein Wunder: Uniformen für Zehntausende Mitarbeitende müssen den härtesten Tests standhalten. Denn so etwas nachträglich noch einmal anzupassen kann ziemlich aufwändig und teuer werden.

Gesehen hat man das in den vergangenen Jahren immer wieder bei anderen Fluglinien. In den USA beispielsweise. Nach nur einem Jahr musste American Airlines etwa im Jahr 2018 schon wieder neue Uniformen einführen, weil die aktuellen bei Mitarbeitenden für allergische Reaktionen sorgten.

Bei British Airways halfen auch Tragetests nicht

Auch British Airways hatte lang gewartet, bis die Airline 2023 neue Uniformen einführte. Die Uniformen der Kabinen- und Cockpitbesatzung wurden auf Flügen in ganz Europa geprüft. Das Feedback der rund 1500 Testpersonen mündete in Verbesserungen.

Dennoch reichte das nicht aus. Die Fluggesellschaft musste ein Jahr später eine Reihe von Änderungen an ihren neuen Uniformen vornehmen. So waren etwa die Blusen zu durchsichtig. Auch die Passform anderer Kleidungsstücke war als unangenehm empfunden worden.

United Airlines sorgte für Unbewegelichkeit

United Airlines hatte dieses Jahr noch Probleme. Nach sieben Jahren führte United ab Mai neue Uniformen für ihr Kabinenpersonal ein. Mitarbeitende mussten allerdings schlecht sitzende Uniformen tragen. Denn nur bei größeren Größen konnten sie ihre Arme über den Kopf heben.

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