Air Transat gehört beim Airbus A321 LR zu den Pionierinnen. 2019 übernahm der kanadische Ferienflieger als erste Fluggesellschaft Nordamerikas die Version des A321 Neo mit Langstreckenfähigkeiten und schickt ihn seither über den Atlantik. Im Sommer steuert er damit vor allem sekundäre Ziele wie Bordeaux, Basel/Mulhouse oder Berlin an, für die ein Großraumjet zu groß wäre.
Im Winter konzentriert sich die Airline dagegen auf Flüge von Kanada in die Karibik. Die Flotte umfasst derzeit 41 Flugzeuge, davon 26 Airbus A321 und 15 Airbus A330. Die Airbus A330 der Airline sind im Schnitt 20 Jahre alt. Man arbeite daran, sie zu ersetzen, sagte Air Transat im Juni. Als Zeithorizont nannte er 2029 bis 2032. Dass die Ablösung eher am Ende des Zeitraums liegen dürfte, legen Bilder eines Planspotters vom Flughafen Montréal-Trudeau nahe. Sie zeigen den Airbus A330-200 mit dem Kennzeichen C-GTSZ in veränderter Lackierung.
Air Transat bestätigt neue Lackierung
Air Transat bestätigt gegenüber aeroTELEGRAPH die neue Lackierung. Sie sei «Teil der schrittweisen Einführung eines überarbeiteten Markenauftritts», so ein Sprecher der Airline. Dieser werde nach und nach auf die gesamte Flotte ausgeweitet. Die neuen Farben bekommen die Flugzeuge dabei im Rahmen ohnehin geplanter Wartungsarbeiten. Damit wolle man die Kosten im Griff behalten, so der Sprecher.
Das letzte Mal hat Air Transat ihre Lackierung vor neun Jahren angepasst, zum 30. Geburtstag der Airline. Damals führte sie ein silbernes Band und dunkelblaue Akzente am Heck ein, eine Anspielung auf die allererste Bemalung von 1987. Dazu kamen ein kleiner Stern am Rumpfende und ein kompakter, zweifarbiger Schriftzug im vorderen Bereich.
Neues Erscheinungsbild ist deutlich reduzierter
Jetzt setzt Air Transat auf ein reduziertes, klares Design. Am markantesten ist der Schriftzug: air transat prangt nun in großen Lettern , aber klein geschrieben einfarbig blau mitten auf dem Rumpf. Weißer Rumpf, blaues Heck und der Stern als Markenzeichen bleiben erhalten. Das Leitwerk ist in einem kräftigeren, dunkleren Blau gehalten, das zum Rumpf hin in einen helleren Blauton übergeht. Verschwunden sind dagegen das silberne Band, die dunklen Akzente und der kleine Stern am Rumpfende.
Der Airbus A330 ist in Deutschland übrigens kein Unbekannter. Im Winter 2017/18 hatte Condor das Flugzeug von Air Transat geleast und ab Düsseldorf auf die Langstrecke geschickt, damals sogar in der Condor-Thomas-Cook-Lackierung.
Condor und Air Transat tauschten Flugzeuge
Hintergrund war ein Tauschgeschäft zwischen Air Transat und dem damaligen Condor-Mutterkonzern Thomas Cook. Die Kanadier stellten im Winter Großraumjets für Karibikflüge ab Europa bereit und bekamen im Gegenzug Airbus A321 für ihre Strecken in den Süden. Mit der Pleite von Thomas Cook im Herbst 2019 endete die Zusammenarbeit.
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