Donetsk, Russland: Bei Emirates ist die Stadt falsch zugeteilt.

Im UnterhaltungsystemBei Emirates liegt Donetsk in Russland

Peinlicher Fehler im Unterhaltungsystem der Golfairline. Bei Emirates ist das ukrainische Donetsk als russische Stadt aufgeführt.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Drei Tage vor dem Angriff auf die Ukraine unterzeichnete der russische Präsident Vladimir Putin ein Dekret. Er anerkannte darin die selbst ernannten Volksrepubliken Donetsk und Luhansk im Osten der Ukraine als unabhängige Staaten an. International gibt es nur ein anderes Land, das Moskau folgte: Nordkorea.

Dennoch scheint Emirates in seinem Unterhaltungssystem den völkerrechtswidrigen Schritt nachvollzogen zu haben. Wie das Portal Avianews berichtet, wird in einer Liste mit Städten Donetsk, eine ukrainische Millionenstadt, die als das Zentrum des umkämpften Donbass gilt, als Teil Russlands aufgeführt. Die neben der Städteliste erscheinende Karte zeigt die Umrisse der Ukraine allerdings korrekt, also mit dem Donbass.

Manchmal ein Fehler, manchmal auch auf Druck

Es gibt zwar auch ein Donetsk in Russland. Doch dieses ist mit weniger als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern kaum erwähnenswert und besitzt auch keinen Flughafen. Zudem müsste dann auch das ungleich größere Donetsk in der Liste aufgeführt werden.

Solche Fehlzuteilungen gibt es immer wieder. Oftmals liegt der Fehler nicht bei der Fluggesellschaft selbst, sondern beim Anbieter des Unterhaltungssystems. So erntete Hainan Airlines vor ein paar Jahren Kritik, weil auf der Karte für den Nahen Osten zwar Syrien, der Libanon und Zypern zu sehen waren, aber nicht Israel, dafür die Palästinensischen Autonomiegebiete. Oman Air bekam Ärger, weil das Meer zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran als Persischer Golf bezeichnet wurde und nicht als Arabischer Golf, wie es in arabischen Ländern üblich ist.

Krim schon mehrmals falsch zugeteilt

Mitunter sind solche Zuteilungen aber auch gewollt. So hat Peking alle großen Fluggesellschaften dazu gebracht, Taiwan als Teil von China zu bezeichnen. Dabei machen unter anderem British Airways, Air Canada, Air France, Emirates, Malaysia Airlines und Lufthansa mit. Sie taten das, weil der chinesische Markt für sie zu wichtig ist und die chinesische Regierung ihnen mit Gegenmaßnahmen drohte, sollten sie nicht parieren.

Gemäß Avianews haben viele Fluggesellschaften in den vergangenen Jahren die Krim auf Karten als russisch bezeichnet, bisher aber nie die Gebiete und Städte im Donbass. Emirates fliegt weiterhin nach Russland, da die Vereinigten Arabischen Emirate keine Sanktionen gegen das Land ausgerufen haben. In den letzten Wochen hat die Golfairline ihr Angebot nach Russland sogar noch ausgebaut.

Bis zum Erscheinen dieses Artikels traf keine Stellungnahme von Emirates bei aeroTELEGRAPH ein.

Mehr zum Thema

Odessa: War nur kurz im Flugplan der Airline.

Wenn auf dem Flug für die Destination Odessa geworben wird

Schiffswrack: Auf vielen Karten zu sehen.

Warum Passagiere Schiffswracks auf der Karte sehen

Hainan Airlines zeigt Palästina statt Israel

Hainan Airlines zeigt Palästina statt Israel

Emirates hat insgesamt 35 Dreamliner bestellt: Nun könnte die Order wackeln.

Emirates könnte gesamte Dreamliner-Bestellung in eine für zusätzliche Boeing 777X umwandeln

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier