Donetsk, Russland: Bei Emirates ist die Stadt falsch zugeteilt.

Im UnterhaltungsystemBei Emirates liegt Donetsk in Russland

Peinlicher Fehler im Unterhaltungsystem der Golfairline. Bei Emirates ist das ukrainische Donetsk als russische Stadt aufgeführt.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Drei Tage vor dem Angriff auf die Ukraine unterzeichnete der russische Präsident Vladimir Putin ein Dekret. Er anerkannte darin die selbst ernannten Volksrepubliken Donetsk und Luhansk im Osten der Ukraine als unabhängige Staaten an. International gibt es nur ein anderes Land, das Moskau folgte: Nordkorea.

Dennoch scheint Emirates in seinem Unterhaltungssystem den völkerrechtswidrigen Schritt nachvollzogen zu haben. Wie das Portal Avianews berichtet, wird in einer Liste mit Städten Donetsk, eine ukrainische Millionenstadt, die als das Zentrum des umkämpften Donbass gilt, als Teil Russlands aufgeführt. Die neben der Städteliste erscheinende Karte zeigt die Umrisse der Ukraine allerdings korrekt, also mit dem Donbass.

Manchmal ein Fehler, manchmal auch auf Druck

Es gibt zwar auch ein Donetsk in Russland. Doch dieses ist mit weniger als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern kaum erwähnenswert und besitzt auch keinen Flughafen. Zudem müsste dann auch das ungleich größere Donetsk in der Liste aufgeführt werden.

Solche Fehlzuteilungen gibt es immer wieder. Oftmals liegt der Fehler nicht bei der Fluggesellschaft selbst, sondern beim Anbieter des Unterhaltungssystems. So erntete Hainan Airlines vor ein paar Jahren Kritik, weil auf der Karte für den Nahen Osten zwar Syrien, der Libanon und Zypern zu sehen waren, aber nicht Israel, dafür die Palästinensischen Autonomiegebiete. Oman Air bekam Ärger, weil das Meer zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran als Persischer Golf bezeichnet wurde und nicht als Arabischer Golf, wie es in arabischen Ländern üblich ist.

Krim schon mehrmals falsch zugeteilt

Mitunter sind solche Zuteilungen aber auch gewollt. So hat Peking alle großen Fluggesellschaften dazu gebracht, Taiwan als Teil von China zu bezeichnen. Dabei machen unter anderem British Airways, Air Canada, Air France, Emirates, Malaysia Airlines und Lufthansa mit. Sie taten das, weil der chinesische Markt für sie zu wichtig ist und die chinesische Regierung ihnen mit Gegenmaßnahmen drohte, sollten sie nicht parieren.

Gemäß Avianews haben viele Fluggesellschaften in den vergangenen Jahren die Krim auf Karten als russisch bezeichnet, bisher aber nie die Gebiete und Städte im Donbass. Emirates fliegt weiterhin nach Russland, da die Vereinigten Arabischen Emirate keine Sanktionen gegen das Land ausgerufen haben. In den letzten Wochen hat die Golfairline ihr Angebot nach Russland sogar noch ausgebaut.

Bis zum Erscheinen dieses Artikels traf keine Stellungnahme von Emirates bei aeroTELEGRAPH ein.

Mehr zum Thema

Odessa: War nur kurz im Flugplan der Airline.

Wenn auf dem Flug für die Destination Odessa geworben wird

Schiffswrack: Auf vielen Karten zu sehen.

Warum Passagiere Schiffswracks auf der Karte sehen

Hainan Airlines zeigt Palästina statt Israel

Hainan Airlines zeigt Palästina statt Israel

emirates airbus a380

Emirates kauft im großen Stil Airbus A380

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg