Hochpolitisches Meer: Arabischer oder Persischer Golf?

Arabischer vs. Persischer GolfLandkarten bringen Oman Air Ärger

Oman Air steckt in einem politischen Konflikt: In geleasten Flugzeugen zeigen die Landkarten geographische Bezeichnungen an, von denen Passagiere sich beleidigt fühlen.

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Wer derzeit mit Oman Air fliegt, dem könnte es passieren, dass er während des Fluges keinen Flugverlauf verfolgen kann. In zwei Dreamlinern habe man «verstörende» Karten vorerst ausgeschaltet, so die Airline. Man habe gleichzeitig dafür gesorgt, dass das Unterhaltungssystem überarbeitet werde, so eine Mitteilung der Fluggesellschaft.

Was nach einem dummen Fehler klingt, ist eine hochpolitische Angelegenheit. Das Problem: Auf den Karten war das Meer zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran mit «Persischer Golf» gekennzeichnet. Das ist insofern heikel, als dass zwischen einigen Golfstaaten und dem Iran schon lange ein Konflikt schwelt. «Arabischer Golf» wäre laut Ansicht der arabischen Seite die richtige Bezeichnung.

Fluggäste beschwerten sich

Auch wenn Oman sich bisher aus dem Konflikt weitgehend herauszuhalten versucht hat – den Fluggästen missfiel die Bezeichnung offenbar und es kam zu Beschwerden. Zu so vielen Beschwerden, dass Oman Air offenbar handeln musste.

In der Mitteilung, in der die Abschaltung der Karten bekanntgegeben wurde, heißt es, dass die betroffenen Dreamliner von Kenya Airways geleast gewesen seien und das Unterhaltungssystem dementsprechend auch von der anderen Fluggesellschaft stamme. Man habe nun den Anbieter Panasonic angehalten, den «Fehler» so schnell wie möglich zu beheben.

Israel fehlte auf Air-France-Karte

Es ist nicht das erste Mal, dass es Kontroversen über die Landkarten im Flugzeug gibt. Ende des vergangenen Jahres etwa kritisierten eine Reihe Air-France-Passagiere, dass Israel auf den Karten der Airline nicht genannt werde. Panasonic korrigierte das schnell, seither ist Israel auf den Karten wieder sichtbar.

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