Hochpolitisches Meer: Arabischer oder Persischer Golf?

Arabischer vs. Persischer GolfLandkarten bringen Oman Air Ärger

Oman Air steckt in einem politischen Konflikt: In geleasten Flugzeugen zeigen die Landkarten geographische Bezeichnungen an, von denen Passagiere sich beleidigt fühlen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Wer derzeit mit Oman Air fliegt, dem könnte es passieren, dass er während des Fluges keinen Flugverlauf verfolgen kann. In zwei Dreamlinern habe man «verstörende» Karten vorerst ausgeschaltet, so die Airline. Man habe gleichzeitig dafür gesorgt, dass das Unterhaltungssystem überarbeitet werde, so eine Mitteilung der Fluggesellschaft.

Was nach einem dummen Fehler klingt, ist eine hochpolitische Angelegenheit. Das Problem: Auf den Karten war das Meer zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran mit «Persischer Golf» gekennzeichnet. Das ist insofern heikel, als dass zwischen einigen Golfstaaten und dem Iran schon lange ein Konflikt schwelt. «Arabischer Golf» wäre laut Ansicht der arabischen Seite die richtige Bezeichnung.

Fluggäste beschwerten sich

Auch wenn Oman sich bisher aus dem Konflikt weitgehend herauszuhalten versucht hat – den Fluggästen missfiel die Bezeichnung offenbar und es kam zu Beschwerden. Zu so vielen Beschwerden, dass Oman Air offenbar handeln musste.

In der Mitteilung, in der die Abschaltung der Karten bekanntgegeben wurde, heißt es, dass die betroffenen Dreamliner von Kenya Airways geleast gewesen seien und das Unterhaltungssystem dementsprechend auch von der anderen Fluggesellschaft stamme. Man habe nun den Anbieter Panasonic angehalten, den «Fehler» so schnell wie möglich zu beheben.

Israel fehlte auf Air-France-Karte

Es ist nicht das erste Mal, dass es Kontroversen über die Landkarten im Flugzeug gibt. Ende des vergangenen Jahres etwa kritisierten eine Reihe Air-France-Passagiere, dass Israel auf den Karten der Airline nicht genannt werde. Panasonic korrigierte das schnell, seither ist Israel auf den Karten wieder sichtbar.

Mehr zum Thema

Die HZ-AKJ, hier zu sehen 2005 in Frankfurt: Fliegt die Boeing 777-200 künftig im Iran?

Iran beschafft sich mehrere Boeing 777 - und Ex-Betreiberin Saudia distanziert sich

ticker-mahan-air

Iran und Vereinigte Arabische Emirate nehmen Linienflüge schrittweise wieder auf

Bild des verstorbenen Präsidenten: Bald findet die Trauerfeier statt.

Iran setzt obersten Führer bei - und schließt dafür die größten Flughäfen

Die iranische Nationalmannschaft im Airbus A340-600 von USC: Anreise zur WM.

Wie die deutsche Fluglinie zum Auftrag kam, das iranische Nationalteam zur WM zu fliegen

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg