Hochpolitisches Meer: Arabischer oder Persischer Golf?

Arabischer vs. Persischer GolfLandkarten bringen Oman Air Ärger

Oman Air steckt in einem politischen Konflikt: In geleasten Flugzeugen zeigen die Landkarten geographische Bezeichnungen an, von denen Passagiere sich beleidigt fühlen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Wer derzeit mit Oman Air fliegt, dem könnte es passieren, dass er während des Fluges keinen Flugverlauf verfolgen kann. In zwei Dreamlinern habe man «verstörende» Karten vorerst ausgeschaltet, so die Airline. Man habe gleichzeitig dafür gesorgt, dass das Unterhaltungssystem überarbeitet werde, so eine Mitteilung der Fluggesellschaft.

Was nach einem dummen Fehler klingt, ist eine hochpolitische Angelegenheit. Das Problem: Auf den Karten war das Meer zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran mit «Persischer Golf» gekennzeichnet. Das ist insofern heikel, als dass zwischen einigen Golfstaaten und dem Iran schon lange ein Konflikt schwelt. «Arabischer Golf» wäre laut Ansicht der arabischen Seite die richtige Bezeichnung.

Fluggäste beschwerten sich

Auch wenn Oman sich bisher aus dem Konflikt weitgehend herauszuhalten versucht hat – den Fluggästen missfiel die Bezeichnung offenbar und es kam zu Beschwerden. Zu so vielen Beschwerden, dass Oman Air offenbar handeln musste.

In der Mitteilung, in der die Abschaltung der Karten bekanntgegeben wurde, heißt es, dass die betroffenen Dreamliner von Kenya Airways geleast gewesen seien und das Unterhaltungssystem dementsprechend auch von der anderen Fluggesellschaft stamme. Man habe nun den Anbieter Panasonic angehalten, den «Fehler» so schnell wie möglich zu beheben.

Israel fehlte auf Air-France-Karte

Es ist nicht das erste Mal, dass es Kontroversen über die Landkarten im Flugzeug gibt. Ende des vergangenen Jahres etwa kritisierten eine Reihe Air-France-Passagiere, dass Israel auf den Karten der Airline nicht genannt werde. Panasonic korrigierte das schnell, seither ist Israel auf den Karten wieder sichtbar.

Mehr zum Thema

Einen Monat nach der Wiederaufnahme des Linienbetriebs stellte die nigerianische Fluggesellschaft ihre Flüge Mitte August wieder ein - auf unbestimmte Zeit. Die Flieger von <strong>Azman Air</strong> sind seither aber nicht mehr abgehoben.

Mysteriöser Flug eines Airbus A340 von Teheran nach Muscat

ticker-iranair

Iran Air und Mahan Air mit Airbus A310 und A340: Erstmals heben wieder internationale Flüge im Iran ab

ticker-iran

Iran öffnet Teile des Luftraums wieder

ticker-iran

Icao verurteilt Iran für Eingriffe in zivile Lufträume

Video

Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
sicherheitsroboter flughafen hamburg
Sie rollen selbstständig und suchen nach Schäden und Manipulationen am Flughafenzaun: Der Airport Hamburg testet selbstfahrende Roboter für die Sicherheit am Flughafen.
Timo Nowack
Timo Nowack
kuwait airport
Nach einem iranischen Drohnenangriff musste Kuwait den kommerziellen Flugverkehr am Mittwoch vorübergehend einstellen. Der internationale Flughafen des Landes wurde schwer beschädigt, mindestens ein Menschen wurde getötet, viele weitere verletzt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg