Airbus A320 von Air Berlin: Heute bleiben viele Flieger am Boden.

Piloten melden sich krankAir Berlin bestätigt wilden Streik

Nun ist es offiziell. Viele Piloten von Air Berlin melden sich krank. Deshalb muss die Fluglinie zahlreiche Flüge ausfallen lassen.

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Am Dienstagmorgen (12. September) waren es erst rund 30 Flüge, die in Düsseldorf und Berlin definitiv gestrichen waren. Nun sind es bereits rund 40. Und laufend werden es mehr. Hinzu kommen viele Annullierungen in Köln, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart. Für den ganzen Tag wird mit 100 Ausfällen gerechnet.

Inzwischen bestätigt Air Berlin auch den Grund: Man verzeichne «heute eine ungewöhnlich hohe Zahl von Krankmeldungen der Piloten». Die Gewerkschaft Verdi überrascht das nicht. «In allen Gesprächen rund um die insolvente Air Berlin geht es um wirtschaftliche Interessen, aber nicht um die Arbeitsplätze von mehr als 8000 Beschäftigten», erklärt Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Man fordere die Investoren auf, transparent zu agieren und sich «zu den Beschäftigten von Air Berlin zu bekennen».

Gewerkschaften mahnen

In einer solchen Situation sei die Krankmeldung vieler Piloten «keinesfalls verwunderlich», heißt es von Verdi weiter. Es sei nicht auszuschließen, dass es auch bei anderen Beschäftigten noch dazu komme. Man rufe aber die Angestellten auf, den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten, um «ihre Arbeitsplätze nicht zu gefährden».

Die Pilotengewerkschaft Cockpit reagierte ebenfalls. Zu keinem Zeitpunkt habe sie «dazu aufgerufen, sich krank zu melden». Sozialplanverhandlungen seien der beste Weg um Arbeitsplätze zu erhalten.

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