A321 Neo von Qatar: Noch besteht die Chance, dass die Airline die Jets bekommt.

A321 NeoAirbus muss Annullierung von Qatar-Airways-Bestellung auf Eis legen

Etappensieg für Qatar Airways: Ein Gericht verbietet Airbus, die von der Airline bestellten A321 Neo weiter zu platzieren. Damit ist die Vertragskündigung erst einmal auf Eis gelegt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Vor ein paar Wochen überraschte Airbus die ganze Branche. Der Flugzeugbauer gab bekannt, eine Bestellung von Qatar Airways über 50 Airbus A321 Neo zu annullieren. Dass Hersteller eine Order stornieren, kommt kaum je vor. Vorausgegangen war dem Schritt ein langer Streit zwischen den Unternehmen über Schäden an den Airbus A350 der Golfairline.

Qatar Airways machte schnell klar, dass man Airbus' Kündigung nicht einfach hinnehmen werde. Der Flugzeugbauer stieß auch sonst nicht nur auf Verständnis. Iata-Generaldirektor Willie Walsh etwa sagte klar, er sorge sich um den fairen Wettbewerb. Er kenne viele Airlines, die gerne ihre Verträge kündigen würden, weil es ihnen finanziell nicht gut geht. Qatar gehöre nicht dazu.

Airbus handlungsunfähig

Auch wurden Vorwürfe laut, dass Airbus dadurch die Möglichkeit habe, die Airbus A321 Neo schnell an andere Kunden zu verkaufen. Das Modell ist gefragt, die Lieferslots sind knapp. Entsprechend wertvoll sind sie.

Das Argument scheint auch vor einem Londoner Gericht ins Spiel gekommen zu sein. In der britischen Metropole wird der Rechtsstreit zwischen den beiden Firmen ausgetragen. Ein Richter entschied laut dem Nachrichtensender Al Jazeera, dass Airbus bis auf Weiteres nicht entsprechend der Vertragskündigung handeln darf. Das heißt: Der Flugzeugbauer muss die Lieferslots weiterhin für Qatar Airways bereithalten.

Langer Streit

Die Entscheidung gilt vorerst bis zum nächsten Gerichtstermin am 4. April, bei dem Qatar Airways eine einstweilige Verfügung zur Wiederherstellung des Vertrags beantragen will. Am 26. April wird es dann vor Gericht um den eigentlichen Streit gehen, der sich um  den Langstreckenjet A350 dreht.

Begonnen hatte das Zerwürfnis damit, dass Qatar Airways die Rumpfbeschichtung der Airbus A350 als mangelhaft kritisiert hatte. Nachdem zunächst nur Probleme mit dem Lack genannt wurden, wurde irgendwann auch der Blitzschutz ein Thema. Die katarische Luftfahrtbehörde verhängte ein Grounding für 21 A350  der Nationalairline.

Airbus eskalierte

Airbus wehrte sich von Beginn an gegen die Vorwürfe. Zwar seien Probleme mit dem Lack auch bei anderen Airlines wie Finnair und auch Lufthansa aufgekommen. Doch das habe keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit. Man wolle die Vorwürfe gerichtlich prüfen lassen, so der Flugzeugbauer Ende vergangenen Jahres.

Qatar Airways zündete nur kurz darauf die nächste Stufe und klagte vor einem Londoner Gericht gegen Airbus. Die Fluggesellschaft, die nach eigenen Angaben Airbus A380 als Ersatz für die durch das Grounding verlorene Kapazität zurückholte, fordert mehr als 700 Millionen Dollar Entschädigung für die Nichtverwendbarkeit der A350 – 618 Millionen Dollar bis zum 17. Dezember und weitere 4,2 Millionen Dollar pro weiterem Tag. Die endgültige Eskalation folgte mit der Vertragskündigung seitens Airbus.

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo von Qatar Airways: Sind Boeing 737 Max eine geeignete Alternative? Airbus sagt: Ja.

Airbus kündigt Vertrag über 50 A321 Neo mit Qatar Airways

Qatar Airways antwortet Airbus mit Video der A350-Schäden

Qatar Airways antwortet Airbus mit Video der A350-Schäden

Airbus A320 von Qatar Airways: Probleme mit dem Hersteller.

Iata findet Airbus-Vertragskündigung «besorgniserregend»

airbus a350 900 delta air lines

Anonymer Kunde bestellt 15 Airbus A350

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil