A321 Neo von Air New Zealand: Nicht so schnell, bitte!

Keine internationalen FlügeAir New Zealand und Qantas werden Inlandsairlines

Die Fluglinien in Neuseeland und Australien haben keine andere Wahl, als sich aufs Inland zu fokussieren. Und das für eine ziemlich lange Zeit, wie zwei Personalien zeigen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Manager kommen, Manager gehen. Doch selten hat der Abgang von Führungskräften so viel über die Branche in einer Region ausgesagt, wie zwei aktuelle Personalien in Australien und Neuseeland. Vergangene Woche teilte Qantas mit, dass mit Tino La Spina der Zuständige für das internationale Geschäft das Unternehmen nach 14 Jahren verlässt. Er ist nicht irgendwer, sondern wurde in der Vergangenheit als potenzieller Nachfolger von Vorstandsvorsitzender Alan Joyce gehandelt.

«Die Covid-Krise zwingt uns, unser Geschäft auf allen Ebenen zu überdenken», sagte Joyce zu Spinas Abgang. «Es wird immer deutlicher, dass unsere internationalen Flüge mindestens bis Mitte 2021 am Boden bleiben werden.» Zudem werde es Jahre dauern, bis man wieder das Vorkrisenniveau erreiche, erklärte der Chef der Fluggesellschaft.

«Effektiv eine inländische Fluggesellschaft»

Man habe daher beschlossen, die nationalen und internationalen Geschäftseinheiten unter einem Bereichsleiter zusammenzufassen, so Joyce. Andrew David, der bereits für Inland und Fracht zuständig ist, übernimmt jetzt auch den internationalen Bereich.

Noch deutlichere Worte findet Air New Zealand. Die Fluglinie erklärte am Donnerstag (3. September), nach 19 Jahren werde Kommerzchef Cam Wallace das Unternehmen verlassen. Vorstandsvorsitzender Greg Foran sagte: «Cam hat mir heute mitgeteilt, dass er angesichts der Tatsache, dass die Fluggesellschaft nun auf absehbare Zeit effektiv eine inländische Fluggesellschaft ist, zurücktreten wird.» Wallace habe globale Karriereambitionen. Seine Position wird nicht direkt nachbesetzt, sondern von Foran selbst übernommen.

«Effektiv eine inländische Fluggesellschaft»

Neuseeland hatte schon vor der Pandemie teils strenge Einreisebestimmungen. Derzeit sind Einreisen in den Inselstaat nur Staatsangehörigen und Inhabern einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis möglich. Für sie ist eine 14-tägige Quarantäne in einer speziellen Einrichtung Pflicht, in der zwei Corona-Tests gemacht werden.

Aus Air New Zealands Langstreckenflotte sind derzeit nur Boeing 787 aktiv, während acht 777-200 ER und sieben 777-300 ER bis mindestens Ende des Jahres eingelagert werden. Bei den 777-200 ER gibt es Spekulationen, dass sie vielleicht gar nicht mehr zurückkehren werden. Weitere 787 will die Airline womöglich langsamer als geplant in Empfang nehmen.

Qantas schickt Langstreckenjets in die Wüste

Sogar Flüge ins nahe Australien sind ein Problem, da die australische Regierung die Zahl der ankommenden Passagiere bis mindestens Oktober gedeckelt hat. So erklärte Air New Zealand Mitte August, in Brisbane dürften nur 25 Reisende pro Flug ankommen, in Sydney etwa 40 und in Melbourne seien internationale Ankünfte derzeit gar nicht erlaubt.

Nach der Krise Monopolist?

Langfristig gibt sich Qantas aber selbstbewusst: «Nach Überwindung dieser Krise werden wir die einzige australische Airline sein, die Langstreckenflüge durchführen kann», so die Fluglinie. Und auch Air New Zealand wird nicht für immer eine Inlandsairline bleiben.

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Qantas: Wird er wieder abheben?

Qantas' A380 sind in der Wüste gelandet

Qantas parkt auch Boeing 787 in der Wüste

Qantas parkt auch Boeing 787 in der Wüste

Air New Zealand erwartet auch 2021 einen Verlust

Air New Zealand erwartet auch 2021 einen Verlust

ticker-qantas

Bettwanzen an Bord: Qantas muss Boeing 787 in Rom aus dem Verkehr ziehen

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin